Tennstedt investiert in Kurpark, Stadtmauer und Novalis-Haus

Bad Tennstedt.  Die Stadt Bad Tennstedt will Projekte in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro stemmen und zapft dafür auch wieder viele Fördertöpfe an.

Die Sanierung der Stadtmauer geht weiter. Fabian Blass, Heiko Bansemer, Benjamin Kühn, Salin Amin, Mario Zöllner (von rechts) arbeiten dabei, die historische Stadtbefestigung für die Zukunft erhalten bleibt.

Die Sanierung der Stadtmauer geht weiter. Fabian Blass, Heiko Bansemer, Benjamin Kühn, Salin Amin, Mario Zöllner (von rechts) arbeiten dabei, die historische Stadtbefestigung für die Zukunft erhalten bleibt.

Foto: Daniel Volkmann

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Fast 6,7 Millionen Euro will Bad Tennstedt investieren. Dabei ist die Sanierung des Kurparks das größte Projekt. Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt dafür aktuell im Haushalt eingestellt. Davon sind fast 800.000 Euro Fördermittel aus dem europäischen Efre-Programm.

Der Kurpark wird seit vergangenem Jahr umgestaltet. Nachdem 2019 der ehemalige Rosengarten dran war, geht es nun an die Gestaltung der Wege und des Festplatzbereichs. Wenn der Kurpark fertig ist, ist er Kleinod mit Lebensräumen für Bienen und Insekten. 50 Bäume, 2000 Sträucher, 1000 Quadratmeter Präriestauden und 30.000 Frühblüher werden gepflanzt.

Die Sanierung der 2,5 Kilometer langen Stadtmauer geht weiter. Laut Bürgermeister Jens Weimann (CDU) hat auch an Fronveste und Pulverturm der Zahn der Zeit genagt. Insgesamt 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt, um die geschichtsträchtigen Bauwerke und die einstige Stadtbefestigung zu erhalten. 840.000 Euro davon stammen aus dem Kommunalen Förderprogramm und aus Mitteln der Städtebauförderung.

Weiterhin sind 4000 Euro für die Sanierung des Turmzimmers im Rathaus geplant. Das soll Domizil des Bürgermeisters werden. Laut Weimann sei es groß genug, um dort mit den Ausschüssen zu tagen. Wie er informiert, werden auch im Rathaus mehr Räume für die Verwaltung gebraucht, die künftig Weimanns altes Büro mit nutzt.

Haus des Gastes soll eine neue Heizung bekommen

Das Haus des Gastes wird energetisch saniert, die Arbeiten sind bis 2021 geplant. Für dieses Jahr wurden im Haushalt 25.000 Euro eingestellt, davon sollen 22.500 Euro Fördermittel sein, die Zusage steht noch aus. Im Haus des Gastes, in dem die Bibliothek und die Tourist-Information ihren Sitz haben, wurde zuletzt in den 1990er-Jahren Hand angelegt. Nun soll die Heizung erneuert werden.

Die Stadtinformation hat aktuell das Qualitätssiegel erreicht und darf mit der I-Marke des Deutschen Tourismusverbands werben. Eine Geschenkecke wurde bereits eingerichtet, das Sortiment soll mit Produkten lokaler Anbieter ausgeweitet werden wie auch die Führungen durch die Stadt. Weil laut Weimann die Aufgaben der Stadtinformation größer werden sei eine zweite feste Stelle in der Stadtinformation gerechtfertigt. Linke und Interessengemeinschaft Bad Tennstedt hatten dazu einen Antrag gestellt. Die Kosten für die Stelle muss über einen Nachtrag im Haushalt eingestellt werden.

Energetisch saniert wird auch das Sportzentrum, 2022 sollen die Arbeiten fertig sein.

Statische Sicherungen an Trinitatis-Kirche und Novalis-Haus gehen weiter

Die Sicherung der Trinitatis-Kirche geht weiter. Die Stadt hat dafür 50.000 Euro eingeplant, davon sind 40.000 Euro Fördermittel. Die Türme des Gotteshauses waren weggekippt und 1,20 Meter aus dem Lot gekommen. Seit 2018 laufen die Arbeiten, die auch mit Geldern von Kirchenkreis und Spenden finanziert werden. In einem dritten Bauabschnitt ist in diesem Jahr noch die Sanierung des Chors in der Kirche geplant. Die Stadt stellt 50.000 Euro zur Verfügung, davon sind 40.000 Euro Fördermittel.

Statisch gesichert werden muss auch weiter das Novalis-Haus. 1,5 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt bereit, das gesamte Geld soll aus Fördertöpfen kommen. Das historische Gebäude sollte Ausweichquartier werden, wenn die Rathaussanierung beginnt. Doch die Statik-Probleme sind größer als gedacht. Ein Gutachten ergab, dass es Hohlstellen im Untergrund gibt.

Für die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses sind 15.000 Euro eingeplant, Fördermittel sind beantragt. Denn dort zeigen sich Risse, weshalb sich die Stadt mit das Ingenieurbüro seit Jahren vor Gericht streitet. Auch die alte Feuerwache muss statisch gesichert werden, dafür sind 300.000 Euro vorgesehen. Dort ist ein Teil des Bauhofs untergebracht. Künftig sollen die beiden Bauhof-Teile in der Bahnhofstraße verschmelzen.

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