Wacker entgeht gegen Altengottern nur knapp einer Blamage

Altengottern  Titelverteidiger Nordhausen quälte sich zum 3:1-Sieg. Zuvor war das Spiel 20 Minuten lang unterbrochen worden, nachdem ein Wacker-Fan den jubelnden SVA-Kapitän attackiert und verletzt hatte.

Fußball-Regionalligist Wacker Nordhausen ist einer Blamage im Landespokal nur knapp entgangen.

Fußball-Regionalligist Wacker Nordhausen ist einer Blamage im Landespokal nur knapp entgangen.

Foto: Bernd Peter

Ausschreitungen trüben Wackers mühsames Weiterkommen beim 3:1 nach Verlängerung in Altengottern. Unser Pokal-Schnellcheck.

  • Kurzfazit: So friedlich hatte das Fußballfest in Altengottern um den Einzug ins Viertelfinale des Thüringer Pokals begonnen. Dann machte ein Rowdy aus dem bis dahin nur unterstützend singenden Wacker-Fanblock alles kaputt. Als Camkins das sensationelle 1:0 für den Außenseiter aus der siebten Liga erzielt hatte, jubelte neben den 505 euphorisierten Zuschauern auch SVA-Kapitän Kulzyk. Der ausgerastete Nordhäuser Anhänger stürmte auf das Feld des Sportplatzes „Am Kanal“ und verletzte den Polen im Nacken. Kulczyk musste daraufhin behandelt werden. Erst nach knapp 20 Minuten einigten sich beide Teams und der Schiedsrichter Steven Greif, das Spiel fortzusetzen. Wacker lief fortan vergeblich an, verschoss beste Chancen gegen Damian Zamiar, den Gotterschen Helden im Tor. Mit bissigen Kontern sorgte der SVA immer wieder für Gefahr und zog unter dem Jubel der Fans in die Verlängerung ein. Dort retteten Haritonov und Andacic den Favoriten.
  • Tore: 1:0 Camkins (22.). Flanke von rechts, der lange Lette köpft ins Nordhäuser Netz. Verdiente Führung. 1:1 Scholl (25.) Freistoß aus gut 20 Metern - Scholl zeigt seine Klasse und verwandelt. 2:1 (114.) Haritonov per 18-Meter-Flachschuss. 3:1 (116.) Andacic macht den Deckel volley für Wacker drauf.
  • Aufstellung: Wacker-Trainer Scholz gibt Spielern aus der zweiten Reihe wie Torwart Guderitz, Schneider, Haritonov, eine Chance. Dazu laufen das Innenverteidiger-Duo Müller/Blume sowie Scholl Becker, Ucar, Beil, Genausch und Kammlott auf.
  • Beste Spieler: Altengotterns Kapitan Pawel Kulczyk, der immer wieder vorn für Alarm sorgte und die große Chance zum 1:0 schon nach sechs Minuten hatte.
  • Spruch des Tages: „Vor den Derbys gegen Großengottern oder Mühlhausen bin ich nervöser“, Altengotterns Trainer Marcus Czeromin.
  • Szene des Spiels: Nach dem 1:0 für Altengottern attackierte ein Wacker den jubelnden SVA-Kapitän Kulczyk. Das Spiel musste eine gute Viertelstunde unterbrochen werden.
  • Kurios am Rande: Bei Altengottern standen sechs Polen und drei Letten in der Anfangself. Fast alle Kicker arbeiten in der Region.
  • Nächste Runde: Das Viertelfinale im Köstritzer-Pokal wird am 16./17. November gespielt. Der Termin für die Auslosung steht noch nicht fest.

Das könnte Sie auch interessieren:

Zu den Kommentaren