Guten Morgen

Wünschgrenze in Sicht

Klaus Wuggazer diskutiert heute mal eine Stilfrage.

Klaus Wuggazer

Klaus Wuggazer

Foto: Marco Schmidt

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Wir nähern uns in Kürze der Gutewünschegrenze. Spätestens ab 15. Januar sollte es vorbei sein mit den gegenseitigen Wünschen für das neue Jahr. Obgleich es interessant ist zu beobachten, wer wem wie welches neue Jahr wünscht. Nur ein gutes (die übliche Floskel, meist pflichtgemäß absolviert)? Auch ein gesundes (häuft sich mit fortschreitendem Alter)? Ein erfolgreiches gar (unter Geschäftspartnern)? Oder einfach ein schönes, weil man damit auch nie falsch liegt?

Weil wir es gewohnt sind, dass so vieles in Vorschriften gepackt ist, suchen viele Menschen auch in dieser Frage Orientierung. Aber mangels einer Neujahrswünschepflichtzeitraumgesetzdurchführungsverordnung (NjWPflZGDVo) müssen dabei Stilberater und Kniggespezialisten ran. Und die sind sich nicht einig.

Bis Mitte Januar sei das noch ok, meint etwa der Knigge. Das gelte bei engen Freunden. Bei Geschäftspartnern könne die Frist dagegen bis Ende Januar ausgedehnt werden. Andere, wie die Benimm-Expertin Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr dagegen sehen die Grenze schon am 6., spätestens aber am 10. Januar überschritten. Am einfachsten wäre es vielleicht, die Gutewünschezeit bis Karneval auszudehnen, wo sie dann nahtlos in die Helauphase übergehen könnte.

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