120 Experten am IAB zum Rohrbau-Kongress

In der Fachausstellung zum Rohrbau-Kongress: Uwe-Jens Apitzsch und Thomas Kropp diskutieren an einem Exponat.

In der Fachausstellung zum Rohrbau-Kongress: Uwe-Jens Apitzsch und Thomas Kropp diskutieren an einem Exponat.

Foto: Timo Hennig

Weimar. Innovative Produkte und Verfahren rund um den Tief- und Rohrleitungsbau wurden beim inzwischen 24. Rohrbau-Kongress am Institut für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) vorgestellt und diskutiert. 120 Teilnehmer und 20 Aussteller aus ganz Deutschland kamen zum Erfahrungsaustausch am Institutssitz in Weimar-Tröbsdorf. „Damit zeigt der Wirtschafts- und Forschungsstandort Weimar mit dem IAB seine Qualitäten“, hob Oberbürgermeister Peter Kleine vor den Kongressteilnehmern hervor.

Zwei Tage lang ging es unter anderem um neue Entwicklungen und Qualitätsaspekte im Leitungsbau und um Verfüllmaterialien für Rohrgräben. 15 Vorträge, eine begleitende Fachausstellung, eine Führung durch die Technika des IAB sowie eine Abendveranstaltung im Saal des Bienenmuseums rundeten das Programm ab.

Welche Anforderungen stellt der Klimawandel an den Wasserversorgungszweckverband Weimar (WZV)? Welche Auswirkungen hat er auf das Geschäft der Stadtwerke Weimar? Einblicke dazu lieferten Impulsvorträge von WZV-Werkleiter Thomas Pritzkow sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Jörn Otto. Für die fachliche Vertiefung sorgten sieben Vorträge zur Qualitätssicherung im Rohrbau. Thematisiert wurden beispielsweise Methoden der Zustandserfassung von Rohrleitungen, Schweißverbindungen oder Dichtungsmaterialien.

Nicht minder wichtig empfanden Teilnehmer und Organisatoren die kulturelle Abendveranstaltung im Deutschen Bienenmuseum in Oberweimar. „Das ist für viele unserer Teilnehmer die Gelegenheit, um in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig die schönen Ecken unserer Stadt kennenzulernen“, schwärmt Dr. Wolfgang Berger von der Organisationsleitung. Für das kulturelle Programm hatte er das Duo Franziska Stemmer (Violine, Klavier) vom Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg und Valerie Hartling (Viola) von der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ eingeladen. Beide sind mehrfache Preisträgerinnen des Wettbewerbes „Jugend musiziert“.

Historisches, Faktisches und Rechtliches rund um den Rohrbau prägten weitere Fachvorträge, etwa zum Verfüllmaterial für Rohrgräben und zum Leitungsbau. Welche Konsequenzen die Themengebiete haben können, erläuterte die Potsdamer Rechtsanwältin Katja Damrow an Fallbeispielen aus der aktuellen Rechtsprechung. Entsprechend groß war schließlich das Interesse an der Führung durch die Technika des Instituts, bei der auch drei Versuchsstände vorgestellt wurden.

Die 25. Ausgabe des Rohrbau-Kongresses findet im nächsten Jahr am 13. und 14. Januar am IAB Weimar statt.

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