Bauhaus-Universität setzt Taskforce ein

Weimar.  Die Bauhaus-Universität Weimar hat eine Taskforce eingesetzt, um in der Corona-Krise alle notwendigen Maßnahmen abzustimmen.

Kein Studierender wird in den nächsten Wochen mehr die markante Treppe  im Hauptgebäude der Bauhaus-Uni Weimar hinauf- oder hinabeilen. Alle universitären Einrichtungen sind geschlossen.

Kein Studierender wird in den nächsten Wochen mehr die markante Treppe im Hauptgebäude der Bauhaus-Uni Weimar hinauf- oder hinabeilen. Alle universitären Einrichtungen sind geschlossen.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

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Auch wenn der Lehrbetrieb ruht und alle universitären Einrichtungen geschlossen sind: Die vermeintliche Ruhe trügt. An der Bauhaus-Universität wird intensiv daran gearbeitet, die mit der Corona-Krise einhergehenden Einschränkungen abzufedern. Zum größtmöglichen Schutz aller Mitarbeitenden und Studierenden hat das Präsidium eine Task Force eingesetzt. Diese Gruppe berate sich regelmäßig, um die enge Vernetzung und die Abstimmung der notwendigen Maßnahmen zu gewährleisten. Darüber informierte am Donnerstag Uni-Präsident Winfried Speitkamp. So sollen derzeit gemeinsam mit dem Rechenzentrum der Uni die technischen Möglichkeiten geschaffen werden, um in der Corona-Krise neue Wege der internen Kommunikation zu ebnen. Möglichst schnell sollen möglichst viele Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. . Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Gebäude und Werkstätten, Computer-Pools und Ateliers wie auch die Universitätsbibliothek sind geschlossen, ebenso Sport- und Sprachenzentrum, studentische Arbeitsräume und Labors. In den Fakultäten Kunst und Gestaltung sowie Architektur und Urbanistik waren die Arbeitsräume von Studierenden bis Donnerstag zu beräumen. Modelle konnten, falls gewünscht, in den Räumen verbleiben. Ab heute, 20. März, bleiben die Räume verschlossen und sind nicht mehr zugänglich. Alle persönlichen Sprechzeiten sind ausgesetzt; der Kontakt zu den Mitarbeitenden kann nur über E-Mail oder Telefon erfolgen.

Doch „die Stimmung ist erstaunlich gelassen und konstruktiv“, erfährt Winfried Speitkamp täglich. Im Moment versuche die Uni, ihre Kollegen und Doktoranden im Ausland zu unterstützen und wenn möglich zurück zu holen. Das gestalte sich nicht einfach, weil es teils keine Flüge mehr gebe. Speitkamp hält es für eher unwahrscheinlich, dass der Studienbetrieb des Sommersemesters in herkömmlicher Weise am 4. Mai starte. Denn ein Höhepunkt der Erkrankungswelle in Deutschland sei derzeit noch nicht abzusehen.

Derzeit werden Alternativangebote für das Sommersemester geprüft; technische Konzepte für online-basiertes Arbeiten sind auf den Weg gebracht. Aufgrund des gewaltigen Bedarfs könne jedoch eine kurzfristige Beschaffung nicht garantiert werden. „Wir wollen das Beste aus der Situation machen, doch es ist für alle schwierig“, sagt Speitkamp. Seine feste Überzeugung aber bleibt: „Wir können und werden die Krise bewältigen, wenn wir gemeinsam und verantwortungsvoll vorgehen.“ Das bedeute aber im Moment auch, die empfohlenen Verhaltensweisen strikt einzuhalten, die anstehenden Fragen Schritt für Schritt zu klären und ruhig und konzentriert für das Wohl der Mitglieder der Universität, für die Stadt und das Land zu arbeiten.

Schriftliche Prüfungen (Klausuren) dürfen nicht mehr stattfinden. Diese werden nach dem Beginn des Sommersemesters neu angesetzt. Mündliche Prüfungen sind nach Möglichkeit als digitale Formate zu gestalten. Abgabefristen für Abschluss- und Hausarbeiten verlängern sich generell um den Zeitraum der Schließung, heißt es aus der Uni. All jenen Studierenden, die derzeit noch nicht in Weimar sind, wird dringend geraten, ihre Anreise bis zum sicheren Beginn des Sommersemesters zu verschieben. Wann das wirklich sein wird, werde die Bauhaus-Uni auf ihrer Homepage (www.uni-weimar.de) mitteilen. Auch auf den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram informiere die Uni regelmäßig über aktuelle Entwicklungen.

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