Erfolgreiche Dirigentenschmiede

Weimar.  Weimarer Liszt-Absolvent Tung-Chieh Chuang, der aus Taiwan stammt, wird Generalmusikdirektor in Bochum

Der Weimarer Dirigierabsolvent Tung-Chieh Chuang wird Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker.

Der Weimarer Dirigierabsolvent Tung-Chieh Chuang wird Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker.

Foto: harald hoffmann / Harald Hoffmann

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Die Weimarer Dirigentenschmiede feiert wieder Erfolge: Nach Dirigierabsolvent Dominik Beykirch, der Chefdirigent fürs Musiktheater des DNT und der Staatskapelle Weimar wird, hat auch Alumnus Tung-Chieh Chuang einen großen Erfolg zu verzeichnen. Der gebürtige Taiwanese unterzeichnete nun seinen Vertrag als designierter Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker und Intendant des „Anneliese Brost Musikforum Ruhr“ ab der Spielzeit 2021/22.

Tung-Chieh Chuang studierte im Konzertexamen in der Klasse von Professor Nicolás Pasquet und Markus L. Frank an der Weimarer Musikhochschule „Franz Liszt“. „Eine fulminante Persönlichkeit, der mit seiner minimalistischen, aber eindringlichen Dirigierart die Orchester, mit denen wir arbeiten, immer gefesselt hat“, sagt Nicolás Pasquet. „Ich freue mich sehr für diesen weiteren Stern in seiner Vita: Tung-Chieh Chuang ist auf einem wunderbaren künstlerischen Weg, und ich wünsche ihm alles Gute und eine sichere, inspirierte und inspirierende Hand in Bochum!“

Den Grundstein für seine internationale Karriere legte der 37-jährige Dirigent aus Taiwan 2015 mit dem Gewinn des Internationalen Malko-Wettbewerbs in Kopenhagen. Zuvor hatte er bereits Preise beim Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti in Frankfurt, beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker und beim „Jeunesse Musicales International Conducting Competition“ in Bukarest errungen.

Gastdirigate führten Tung-Chieh Chuang unter anderem zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, zum WDR Sinfonieorchester, zum SWR Symphonieorchester, zur Dresdner Philharmonie, zu den Bochumer Symphonikern, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, zum Danish National Symphony Orchestra, zum Helsinki Philharmonic Orchestra, zur Oslo Philharmonic, zum BBC Symphony Orchestra, zum Royal Scottish National Orchestra, zum Seoul Philharmonic Orchestra, zur Taiwan Philharmonic, zum Shanghai Symphony Orchestra, zur Auckland Philharmonia und zum Tasmanian Symphony Orchestra. Er arbeitete wiederholt mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Qatar Philharmonic Orchestra und Oviedo Filarmonía.

Kommende Engagements umfassen Wiedereinladungen unter anderem zur Dresdner Philharmonie, zum MDR Sinfonieorchester und zur Taiwan Philharmonic. Erstmals ist er zu Gast beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, beim Stavanger Symphony Orchestra und beim Gävle Symphony Orchestra.

Tung-Chieh Chuang entstammt einer Familie professioneller Musiker und lernte früh, Horn und Klavier zu spielen. Sein erstes öffentliches Konzert gab er mit elf Jahren. Er studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia und in Weimar. Zu seinen Mentoren gehören Mark Gibson, Gustav Meier, Otto-Werner Mueller und Nicolás Pasquet. Der Dirigent lebt mit seiner Familie in Berlin.

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