Erinnerung an Stigma des rosa Winkels

Weimar.  Aids-Hilfe, Freistaat und Stadt gedachten in der Gedenkstätte Buchenwald der lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus

Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, und Dirk Adams (l, Bündnis 90/Die Grünen), Thüringer Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, legt bei der Gedenkfeier für die sogenannten Rosa-Winkel-Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald einen Kranz am Gedenkstein nieder.

Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, und Dirk Adams (l, Bündnis 90/Die Grünen), Thüringer Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, legt bei der Gedenkfeier für die sogenannten Rosa-Winkel-Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald einen Kranz am Gedenkstein nieder.

Foto: Michael Reichel / dpa

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In der Gedenkstätte Buchenwald ist am Sonntag an jene Lesben und Schwulen erinnert worden, die von Nationalsozialisten verfolgt, geschunden und ermordet wurden. An der Gedenkstunde beteiligten sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Justizminister Dirk Adams. Namens der Stadt Weimar legte Oberbürgermeister Peter Kleine ein Blumengebinde nieder. Ramelow trug zusammen mit anderen eine Regenbogenfahne, die als Symbol für Akzeptanz und die Vielfalt der Lebensweisen gilt. Die Gedenkstunde wurde von der Aids-Hilfe Weimar und Ostthüringen organisiert. Nach Schätzungen von Historikern wurden in der NS-Zeit etwa 10.000 Homosexuelle in Konzentrationslager gebracht, etwa 650 von ihnen nach Buchenwald. Dort waren sie die sogenannten Rosa-Winkel-Häftlinge - so kennzeichneten die Nationalsozialisiten ihre Häftlingskleidung. Im KZ Buchenwald wurden sie unter anderem für medizinische Experimente missbraucht. Jeder Dritte von ihnen starb.

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