Erster Christbaum für Großschwabhausen

Großschwabhausen.  Nachdem die verwurzelte Fichte auf dem Dorfplatz gefällt werden musste, wählte die Gemeinde nun die mobile Variante.

An ihrem Dorfteich stellten die Großschwabhäuser zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum auf.

An ihrem Dorfteich stellten die Großschwabhäuser zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum auf.

Foto: Jens Lehnert

Das Weimarer Land ist um ein kleine Adventsattraktion reicher geworden, die das Potenzial hat, sich zu entwickeln. Zum ersten Mal feierte Großschwabhausen am Freitag am Löschteich das Setzen des Weihnachtsbaumes mit Glühwein, Bockwurst und handgemachter Musik.

Überhaupt ist es seit Ewigkeiten das erste Mal, dass sich die Gemeinde mit vereinten Kräften einen Baum zum Fest ins Dorf stellte. In den vergangenen Jahren konnten sich die Großschwabhäuser im Advent an einer Fichte erfreuen, die dort ohnehin wuchs. Nun jedoch hatte der Baum ein Alter und Ausmaße erreicht, dass er im Frühjahr gefällt werden musste.

Um dennoch weiterhin einen öffentlichen Weihnachtsbaum zu haben, ließ das Dorf eine Bodenhülse in einen Kubikmeter Beton. Bürgermeister Florian Guddat rief zudem im Ort rund, wer einen geeigneten Baum zum Fest stiften könnte. Gleich von zehn Grundstückseigentümern bekam er positive Antwort. Letztlich war es Familie Meysel, die eine elf Meter hohe Fichte als Weihnachtsbaum zur Verfügung stellte.

Wie Erfurts diesjähriger Weihnachtsbaum trägt der Großschwabhäuser einen Namen: Seppi heißt er, und das von frühester Jugend an. Meysels hatten ihn 1998 von einem Österreich-Urlaub als 20 Zentimeter großen Setzling mitgebracht und zu Hause eingepflanzt. In Erinnerung an den Sohn der Pensionswirte, der Seppi gerufen wurde, nannten Meysels auch ihre alpenländische Fichte so.

Dabei, sie nun als Weihnachtsbaum aufzustellen, sie zu schmücken und ein kleines Fest rundherum zu organisieren, halfen Feuerwehr, Kirmesverein, Ortsverein, Landfrauen, die politische Gemeinde, die Kirchgemeinde um Pfarrerin Anne Brisgen, die Erzeugergenossenschaft Kleinschwabhausen und die Firma Dach-Walter.

Vom Zuspruch seiner Mitbürger war Guddat beeindruckt – und davon überzeugt, dass das kleine Fest im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet. Auch die nächste Auflage solle aus gutem Grund am Freitag vor dem ersten Adventwochenende. Schließlich brechen die Großschwabhäuser tags darauf traditionell – so auch an diesem Samstag – ins bayerische Schwabhausen auf. In der Gemeinde nahe Dachau bereichern sie das Angebot des dortigen Christkindlmarktes um 800 Thüringer Bratwürste und 13 Kästen Apoldaer Bier.

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.