Graduiertenkolleg wird in Weimar auch öffentlich aktiv

Das Graduiertenkolleg „Medienanthropologie“ soll in Weimar auch über den Tellerrand der Universität hinaus Spuren hinterlassen.

Das Graduiertenkolleg „Medienanthropologie“ soll in Weimar auch über den Tellerrand der Universität hinaus Spuren hinterlassen.

Foto: Thomas Müller

Weimar.  14 Wissenschaftler forschen ab April für viereinhalb Jahre in Weimar über Medienanthropologie. Gefördert wird das mit mehr als 4 Millionen Euro.

Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen, zurzeit läuft das Auswahlverfahren: 14 Wissenschaftler soll ein neues Graduiertenkolleg „Medienanthropologie“ an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar aufnehmen. Wie deren Pressestelle mitteilte, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) dieses Kolleg über zunächst viereinhalb Jahre mit 4,13 Millionen Euro. Zwölf Doktoranden und zwei Post-Doktoranden sollen in diesem Rahmen ab dem 1. April erforschen, in welchen vielfältigen Beziehungen Medien und Menschen miteinander verstrickt sind.

Es geht vor allem um die Folgen der zunehmenden Verquickung von Medien und menschlichen Existenzweisen. Etwa der Fragestellung, wie angesichts der technischen, ökologischen oder medialen Verunsicherungen mit herkömmlichen Unterscheidungen der Lebensorientierung umgegangen werden kann: Mann/Frau, eigen/fremd, Herkunft/Zukunft und andere.

Die Betreuung übernehmen acht Professoren der Bauhaus-Universität sowie der Akademie der bildenden Künste in München. Die Leitung liegt in den Händen von Christiane Voss von der Weimarer Medien-Fakultät. Das Kolleg ist international ausgerichtet und kann in seiner Forschung anschließen an die jahrelange erfolgreiche Arbeit des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) und des Kompetenzzentrums Medienanthropologie (KOMA).

Das Graduiertenkolleg wird eng mit wichtigen Kultureinrichtungen in Weimar zusammenarbeiten: Klassik-Stiftung, DNT, Museum für Ur- und Frühgeschichte, Gedenkstätte Buchenwald und Lichthaus-Kino. Es wird in Vorlesungsreihen, eine Filmreihe und anderen Veranstaltungen seine Arbeit auch öffentlich zur Diskussion stellen.