Graffiti-Kunst am Weimarer Burger King

Weimar  Mithilfe von zwei Profis haben Kinder und Jugendliche aus Weimar und Kromsdorf am Freitag die Zufahrten besprüht

Eine tolle Arbeit hat Lea aus Kromsdorf an der Mauer hinterlassen. Die 14-Jährige hat zum ersten Mal für Graffiti zur Sprühdose gegriffen. Profi Retur war von dem Burger begeistert und nennt Lea anerkennend ein Naturtalent.

Eine tolle Arbeit hat Lea aus Kromsdorf an der Mauer hinterlassen. Die 14-Jährige hat zum ersten Mal für Graffiti zur Sprühdose gegriffen. Profi Retur war von dem Burger begeistert und nennt Lea anerkennend ein Naturtalent.

Foto: Susanne Seide

Das „Street Art Festival“, das im Juni im Jugendclub Vortrefflich in Oberweimar stattgefunden hat und bei dem die Künstler für ihre Arbeiten und mehr Plätze dafür im öffentlichen Raum geworben haben, fällt zunehmend auf fruchtbaren Boden. Nachdem sie in Großobringen bereits eine komplette Halle der Agrargenossenschaft nutzen dürfen, hat ihnen das Unternehmen Saller-Bau jetzt einen noch besseren Platz eingeräumt: In einem Projekt mit den Clubs Café Conti (Schöndorf) und K-Town (Kromsdorf) haben Kinder und Jugendliche mit den Profis Retur und Nose am Freitag zwei Wände an der Zufahrt zum neuen Burger King in der Buttelstedter Straße besprüht.

Saller-Bau um seinen Chef Josef Saller sei nach dem Beitrag über das Festival in unserer Zeitung auf die Sprayer zugekommen, weiß Retur. Das Unternehmen sponsorte auch die nicht eben wenigen Farbdosen, die dabei gestern leer geworden sind.

Die rund 15 Kinder und Jugendlichen waren am Vortag im Café Conti zusammengekommen, um mit den Profis eigene Entwürfe zu erstellen. Vor die Wahl gestellt, ob sie lieber etwas zu Weimar oder zum Fastfood-Restaurant Passendes sprayen wollen, fiel die Wahl schnell auf Burger & Co., erzählte Michaela Wiesner vom Team Jugendarbeit. Sie ist in Schöndorf tätig und betreute das Projekt mit ihrem Kromsdorfer Kollegen Stefan Müller. Beide Clubs haben gute Erfahrungen mit Graffiti-Aktionen. Und die Street Art ist immer mehr im Kommen, weiß Profi Retur.

Zum ersten Mal für Graffiti griff Lea (14) aus Kromsdorf zur Spraydose. „Das hast du super gemacht“, sagte Retur anerkennend. Und Lea fand, dass es einfacher gewesen sei, als sie vorher gedacht habe. Direkt daneben schuf Retur einen riesigen Schriftzug „Burger King“, außerdem entstanden Pommes-Tüten, ein weiterer Burger und ein Fastfood-Angebot für Kinder.

Eine kleine Panne sorgte dafür, dass die Sprayer erst für illegal gehalten wurden. Die Betreiber wussten nichts von der Absprache mit Saller-Bau, weil das Unternehmen von den Sprayern zu spät über den Termin informiert wurde. So riefen sie die Polizei auf den Plan, die schnell wieder abrücken konnte.

Kontakt für Flächen: street work@teamjugendarbeit.de

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