Guten Morgen: Lieber sehr spät als gar nicht

Susanne Seide freut sich über eine öffentliche Klarstellung.

Susanne Seide

Susanne Seide

Foto: Alexander Volkmann / TA

Manchmal verselbstständigen sich falsche Informationen in einem Maße, dass sie irgendwann für wahr gehalten werden. So war es auch bei der Mensa am Park und der Frage, von wem die Pläne dafür stammen. Anita Bach hatte eine Planungsvision dafür vorgelegt. Daraus wurde im Laufe der Zeit die Legende, sie sei die federführende Architektin gewesen. So steht es nicht nur auf Wikipedia.

Diese nicht unwesentliche Unschärfe hatte sich bis ins Studierendenwerk Thüringen eingeprägt, das am Donnerstag mit der Sanierung der Mensa am Park begann. Eingeladen war zum Auftakt auf Anregung unserer Zeitung auch der wahre Planer des Gebäudes: Weimars späterer Stadtbaudirektor und Baudezernent Peter Klaus Kiefer, den das Studierendenwerk jetzt auch öffentlich als den maßgeblichen Architekten der Mensa aus den Reihen des beauftragten Projektierungsbüros beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR würdigt. Das Team wurde 1983 mit dem Architekturpreis des Bezirkes Erfurt ausgezeichnet.

Bei mir hat sich Kiefer durch eine Stadtratssitzung in den 90er-Jahren ins Gedächtnis eingeprägt: Er informierte im Saal des Hotels Thüringen, dass das seinerzeit völlig marode Neue Museum doch saniert werden kann. Ein Raunen ging durch die Reihen! Danke auch dafür, Peter Klaus Kiefer.

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