Brand eines Elektro-Hybridautos in Apolda: Polizei schließt Brandstiftung nicht mehr aus

dpa
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Dieses Elektroauto brannte in Apolda und verursachte dadurch einen hohen Schaden.

Dieses Elektroauto brannte in Apolda und verursachte dadurch einen hohen Schaden.

Foto: Johannes Krey

Apolda.  Ein brennendes Elektroauto hat in Apolda einen Sachschaden von rund 100.000 Euro verursacht. Die Polizei schließt mittlerweile Brandstiftung nicht mehr aus.

Der Brand eines Elektroautos und eines Stellplatzes in Apolda hat nach Angaben der Polizei einen Schaden von rund 100.000 Euro verursacht. Gegen 3.55 Uhr wurde am Montagmorgen zunächst die Freiwillige Feuerwehr Apolda alarmiert. Wie die Polizei mitteilte, stand der betroffene Mercedes mit Hybrid-Elektroantrieb im Innenhof eines Mehrfamilienhauses.

Als Ursache könne Brandstiftung mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen werden: Zeugen hätten eine Person vom Ort des Geschehens wegrennen sehen, so ein Sprecher der Polizei.

Feuerwehr evakuiert Gebäude

Aufgrund der gefährlichen Einsatzlage wurden vorsichtshalber weitere Feuerwehren in der Stadt und aus dem Umkreis alarmiert. Mit Atemschutz begannen die Feuerwehrleute nach ihrem Eintreten umgehend mit ihrer Arbeit. Aber zunächst wurde ein angrenzendes Wohnhaus evakuiert. Dabei musste aus einer der unteren Etagen eine gehbehinderte Person geholfen werden. In deren Wohnung war eine Fensterscheibe durch die Hitze geborsten und es drang Rauch nach innen. Die betroffene Person wurde anschließend mit einem Rettungswagen unter Begleitung eines Notarztes in das Klinikum Apolda gebracht. Nach unseren Informationen musste ein weiterer Hausbewohner zur Beobachtung in die Klinik gebracht werden.

Das Hybrid-Elektroauto wurde zunächst unter dem Carport hervor gezogen. Experten einer Fachfirma müssen nun entscheiden, ob es in einem Container unter Wasser gesetzt werden muss, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Die Feuerwehrleute löschten mithilfe einer Drehleiter die Holzfassade des Wohnhauses. Anschließend wurde sie mit einer Kettensäge geöffnet, um weitere Brand- und Glutnester ausschließen zu können.

Neben dem Hyprid-Elektroauto wurden das Carport, das angrenzende Wohnhaus sowie ein weiteres Auto beschädigt. Entsprechend hoch schätz die Polizei den entstandenen Sachschaden ein.

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