Innovationen aus Weimar sparen Energie und Ressourcen ein

Den Besuch im IAB nutzte Katja Böhler auch dazu, sich bei Ulrich Palzer über die Forschung am Institut zu informieren.

Den Besuch im IAB nutzte Katja Böhler auch dazu, sich bei Ulrich Palzer über die Forschung am Institut zu informieren.

Foto: Kerstin Engelmann

Weimar.  Land fördert Forschung am Institut für Angewandte Bauforschung Weimar mit rund 1,3 Millionen Euro. Dafür soll das Geld eingesetzt werden:

Zwei Förderbescheide über zusammen gut 1,3 Millionen Euro hat Katja Böhler (SPD), Staatssekretärin für Forschung, Innovation und Wirtschaftsförderung, an Ulrich Palzer, Direktor des Instituts für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) übergeben. Das könne mithilfe dieser EU-Mittel zwei weitere nachhaltige Technologieprojekte in Angriff nehmen.

Zum einen will das Weimarer Institut eine Pilotanlage zur Kalzinierung von Tonen als Zusatzstoffe für die Zementherstellung entwickeln. „Gerade die Verringerung des CO2-Ausstoßes ist ein wichtiger Ansatz für mehr Nachhaltigkeit in der Baubranche“, betonte Palzer und ergänzte: „CO2 entsteht vor allem bei der zur Herstellung von Portlandzement notwendigen Kalksteinentsäuerung. Daher möchten wir durch unsere Versuche dessen Anteil durch den Einsatz neuer mineralischer Bindemittel verringern.“ Durch die Verwendung alternativer Rohstoffe soll auch eine deutliche Absenkung der Brenntemperatur und damit eine wesentliche Energieeinsparung möglich werden, erklärte der IAB-Leiter.

Um Energie dreht sich auch das zweite geförderte Projekt. „Wir werden einen neuen Prüfstand installieren, mit dem Gasarmaturen daraufhin überprüft werden können, ob sie zum Transport von Wasserstoff und Kohlendioxid geeignet sind“, beschreibt der Institutsdirektor das Vorhaben. Damit wolle das lAB die Umstellung der vorhandenen Erdgas-Infrastruktur auf grünen Wasserstoff technisch begleiten.

Beide Projekte würden es dem IAB ermöglichen, verbesserte Produkte und Verfahren für die Wirtschaft zu entwickeln. „Die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen überführen Forschungsergebnisse in marktfähige Anwendungen“, betonte Katja Böhler. Neben dem Weimarer Institut gibt es in Thüringen neun weitere wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen, sie sich um die Fördermittel bewerben konnten.