Jahrestagung an der Bauhaus-Uni Weimar macht Zensur beim Kulturerbe zum Thema

Im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar findet die Jahrestagung des Graduiertenkollegs statt.

Im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar findet die Jahrestagung des Graduiertenkollegs statt.

Foto: Susanne Seide

Weimar.  Mit dem Thema Zensur befasst sich die Jahrestagung des Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“ an der Bauhaus-Universität Weimar.

Die Jahrestagung des Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“ im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar widmet sich am Donnerstag und Freitag, 25./26. November, dem Thema der Zensur. Die Konferenz will das Verständnis des Zensur-Begriffs erweitern, der heute weit mehr als eine staatliche Form der Informationskontrolle bezeichnet. „Mit der Tagung möchten wir einen Beitrag zum Verständnis von Zensurdebatten leisten. In welchen Kontexten entstehen sie? Wie verbreiten sie sich und von welchen Akteurinnen und Akteuren werden sie geprägt? Dabei interessiert uns besonders, welche Rolle sie bei der Historisierung von Kulturerbe spielen“, erklärt Wolfram Höhne, Wissenschaftlicher Koordinator des Graduiertenkollegs. In den Debatten um den Umgang mit kulturellem Erbe gewinnt der Begriff der Zensur gegenwärtig zunehmend an Bedeutung. Mit Beiträgen aus Indien, Georgien, Russland, Kanada, Tschechien, Ungarn und den USA wird das Thema aus internationaler Perspektive betrachtet. Die Tagung findet nach Auskunft aus dem Graduiertenkolleg im Hybridformat statt. Es liegen 120 Anmeldungen aus 13 Ländern vor, der überwiegende Teil davon nimmt digital teil.