Keine Berührungsängste in der Kurstadt

Bad Berka.  Die Bürgerinitiative „Pro Bad Berka“ hofft, dass der grüne Pfeil an die Bundesstraßenkreuzung der Kurstadt zurückkehrt.

Bad Berkas Stadtrat will prüfen lassen, ob die Ampelkreuzung von B85 und B87 wieder einen grünen Pfeil erhalten kann.

Bad Berkas Stadtrat will prüfen lassen, ob die Ampelkreuzung von B85 und B87 wieder einen grünen Pfeil erhalten kann.

Foto: BI Pro Bad Berka

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Die Stadt Bad Berka nimmt nochmals Anlauf, um an der Ampel der Bundesstraßenkreuzung von B 85 und B 87 den grünen Abbiegepfeil zurückzubekommen. Der Stadtrat folgte am Montagabend dem Antrag der Bürgerinitiative „Pro Bad Berka“, die Wiederkehr des Pfeils von der Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises prüfen zu lassen.

2017 hatte das Straßenbauamt Mittelthüringen beantragt, den grünen Pfeil dort abzubauen. Der Grund: Der Kurvenradius sei zu klein, um große Fahrzeuge wie Lastzüge oder Busse gleichzeitig aus Richtung Kranichfeld nach rechts in Richtung Blankenhain und nach links in die Gegenrichtung abbiegen zu lassen. Dabei sei das Risiko nicht auszuschließen, dass sich die Fahrtwege überschneiden und daraus Unfälle resultieren. Die Stadt widersprach dem Bescheid der Unteren Verkehrsbehörde zunächst und führte längere Wartezeiten der Fahrzeuge und das damit einher gehende Mehr an Lärm und Abgasen mitten in der Stadt ins Feld. Für die Behörde im Landratsamt überwogen jedoch die juristischen Maßgaben. Die Abhilfeprüfung 2018 brachte für die Kurstadt nicht das erhoffte Ergebnis.

Nach Ansicht der BI „Pro Bad Berka“ könnten drei Maßnahmen helfen, auf der Kreuzung die Gefahr von Karambolagen zu vermindern. Zunächst solle mit Hilfe eines maßstabsgerechten Lageplanes und sogenannter Schleppkurven-Schablonen eines Sattelzuges und eines Lastzuges überprüft werden, ob tatsächlich Berührungen im Gegenverkehr möglich sind. Falls die Gefahr besteht, sei es denkbar, auf der Blankenhainer Straße die Haltelinie für Linksabbieger ein Stück zurückzusetzen. Das schaffe auf der Kreuzung mehr Platz. Zudem könne die Linksabbiegespur zur besseren Orientierung mit Leitlinien bis zum Knotenpunkt der Kurve verlängert werden. Um Rechtsabbiegern auf der Bahnhofstraße vor Augen zu halten, dass der grüne Pfeil kein Freibrief zur achtlosen Durchfahrt ist, solle dort schließlich das Vorfahrts- durch ein Stoppschild ersetzt werden.

Bad Berkas Bürgermeister Michael Jahn (CDU) nahm den Auftrag an, erneut mit der Unteren Verkehrsbehörde zu reden. Auf die Höhe der Chance, dass die Behörde diesmal anders entscheidet, legte sich Jahn allerdings nicht fest.

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