Kloßparty zum Abschied in Blankenhain nach 27 Jahren

Blankenhain.  Mit einer Überraschung hat die Helios-Klinik ihre langjährige Reinigungsleiterin Martina Hoffmeister in den Ruhestand geschickt.

So kannte man sie 27 Jahre lang: Martina Hoffmeister war verantwortlich für die Sauberkeit in den Gebäuden der Blankenhainer Klinik.

So kannte man sie 27 Jahre lang: Martina Hoffmeister war verantwortlich für die Sauberkeit in den Gebäuden der Blankenhainer Klinik.

Foto: Sandra Daneyko

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eigentlich wollte sie nur ihren Schlüssel und ihre Sachen abgeben, doch plötzlich stand sie im Mittelpunkt einer Überraschungsfeier: Die Helios-Klinik Blankenhain verabschiedete Martina Hoffmeister, die hier 27 Jahre lang für das Saubermachen der Zimmer und Flure zuständig war, mit einer „Kloßparty“ in den Ruhestand. Überwältigt stand die fast schon legendäre „Putzfee“ in der Tür und hatte Tränen in den Augen. Mitarbeiter aus allen Bereichen waren gekommen, um sich von der Reinigungsleiterin zu verabschieden.

„Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen alles Gute und hoffen, dass Sie Ihren wohlverdienten Ruhestand gemeinsam mit Ihrem Mann genießen können“, sagte Klinik-Geschäftsführerin Yvette Hochheim. Neben guten Wünschen erwarteten die 63-Jährige eine Vielzahl von Blumensträußen und Geschenken, darunter ein Buch, in dem jede Abteilung eine Seite mit Fotos und persönlichen Zeilen gestaltet hatte.

Als besonderen Gaumenschmaus gab es herzhafte und süße Thüringer Pflaumenklöße, die von der Rudolstädter „Kloßmutter“ Evelyn Meyenberg und einer Mitarbeiterin serviert wurden.

„Vielen herzlichen Dank, ich freue mich wirklich sehr“, so Martina Hoffmeister. „Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht, obwohl es nicht immer einfach war.“ Als sie sich 1992 in Blankenhain bewarb, wollte sie eigentlich als Köchin anfangen. „Zu DDR-Zeiten habe ich für 300 Leute in einem LPG-Lehrlingswohnheim gekocht.“ Doch in der Klinik wurde gerade dringend eine leitende Reinigungskraft gesucht – und Martina Hoffmeister ließ sich auf das Wagnis ein.

Kurzerhand den Beruf zu wechseln, war für sie nicht ganz neu. Vor der Geburt ihres Sohnes arbeitete sie als Feinmechanikern bei Carl Zeiss in Jena. Nach 45 Arbeitsjahren freut sich Hoffmeister auf die Zeit mit ihrem Mann und ihren Geschwistern, die bereits in Rente sind. Sie will Plätzchen backen, kochen und vor allem auch reisen. „Nächstes Jahr wollen wir nach Hamburg und uns das Musical ,König der Löwen’ anschauen“, ist die frischgebackene Rentnerin voller Zukunftspläne.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.