Kontakte zu Chicago und Tel Aviv

Weimar  Weimars OB empfängt den US-Generalkonsul. Gesprächsthemen: Bauhaus, Wirtschaft und 75. Jahrestag der Befreiung

Peter Kleine überreicht Generalkonsul Timothy Eydelnant (links) den autorisierten Nachdruck des Bauhaus-Manifestes. Danach trug sich der Gast ins Goldene Buch der Stadt ein.

Peter Kleine überreicht Generalkonsul Timothy Eydelnant (links) den autorisierten Nachdruck des Bauhaus-Manifestes. Danach trug sich der Gast ins Goldene Buch der Stadt ein.

Foto: Michael Baar

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„Wir bleiben in Kontakt“, verspricht Oberbürgermeister Peter Kleine am Montag, nachdem er sich länger als geplant mit dem Generalkonsul der Vereinigten Staaten, Timothy Eydelnant, unterhalten hat. Der Amerikaner ist nicht selten in Weimar. OB Peter Kleine traf er allerdings zum ersten Mal zu einem ausführlichen Gespräch.

Die Gastgeschenke der Stadt verraten einiges über den Inhalt der Unterredung mit dem Diplomaten, der nach eigenen Angaben bereits zwei Mal das neue Bauhaus-Museum besucht hat. Peter Kleine überreicht ihm einen autorisierten Nachdruck des Bauhaus-Manifestes von 1919 und ein kleines Fläschchen „Lyonel“ Dry Gin aus der Weimarer Wiegand-Manufaktur. Er unterstreicht damit das Interesse an der Vermittlung von Kontakten in die Bauhaus-Städte Chicago und Tel Aviv, für die sich auch Timothy Eydelnant verwenden will.

Die Broschüre zum Wirtschafts- und Forschungsstandort Weimar soll es dem Generalkonsul zudem erleichtern, Weimar auch als Ziel für Wirtschaftsdelegationen ins Auge zu fassen. Denn mit Vertretern von US-Unternehmen ist der Diplomat nicht selten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterwegs. „Es gibt tatsächlich viele Gründe, Weimar zu besuchen“, bestätigt Timothy Eydelnant nach dem Gespräch mit dem Stadtoberhaupt.

In Vorbereitung des 75. Jahrestages der Befreiung im kommenden Jahr wollen die Stadt und das Generalkonsulat zusammenarbeiten. Im April 1945 waren es US-Truppen, die zuerst in der Stadt und im KZ Buchenwald einrückten, bevor Thüringen im Sommer 1945 auf Basis des Vier-Mächte-Abkommens der sowjetischen Besatzungszone zugeordnet wurde.

Timothy Eydelnant ist seit Juli 2017 Generalkonsul für Mitteldeutschland. Beim US-Außenministerium ist er seit 2002 beschäftigt, u.a. bei der Abteilung für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration, als Diplomat in Brasilien, Helsinki, Moskau und Jerusalem. Geboren wurde er in Minsk, Weißrussland, und ist in Reston, Virginia, beheimatet.

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