Summaery der Weimarer Bauhaus-Uni: Kathy Schubert überzeugt Jury

Weimar  „Kreativität leben heißt auch, einfach mal machen.“ Lyonel Kunstpreisträgerin Kathy Schubert setzt sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen und politischen Phänomenen auseinander.

Kathy Schubert nimmt den Lyonel Kunstpreis von Ulrich Schubert, dem Repräsentanten der Wiegand Manufactur Weimar, entgegen. Im Hintergrund die internationale Jury Anna Redeker, Anka Ziefer und Marianne Dobner (v.l.n.r.).

Kathy Schubert nimmt den Lyonel Kunstpreis von Ulrich Schubert, dem Repräsentanten der Wiegand Manufactur Weimar, entgegen. Im Hintergrund die internationale Jury Anna Redeker, Anka Ziefer und Marianne Dobner (v.l.n.r.).

Foto: Thomas Müller

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In ihren Skulpturen und Installationen setzt sie sich mit gesellschaftlichen und politischen Phänomenen auseinander, aber auch mit mentalen und körperlichen Extremzuständen. Das Schicksal und Befinden des einzelnen Menschen stehen im Vordergrund ihrer Arbeiten: „Mit meinen Arbeiten lade ich dazu ein, soziale Interaktionen zu untersuchen und die psychischen oder geistigen Zustände dahinter zu erkennen“, beschreibt Kathy Schubert ihren Ansatz.

„Kunst ist mein Ventil: meine Art, mich mit meiner Biografie und meiner Vergangenheit zu beschäftigen. Wichtig ist mir dabei auch der Dialog mit den Betrachtern. Diese erkennen das Thema des jeweiligen Kunstwerkes oder - ganz gegenteilig - assoziieren völlig andere Dinge. Das finde ich spannend, denn es eröffnet mir neue Perspektiven.“ Für ihre Diplomarbeit „Das parasitäre Moment“ ist sie jetzt mit dem Lyonel Kunstpreis ausgezeichnet worden, der von der Wiegand Manufactur Weimar gestiftet wurde. Verbunden mit der Auszeichnung ist über das Preisgeld von 2000 Euro hinaus eine Einzelausstellung im Nova art space im Herbst.

Eines ihrer Medien sind textile Stoffe wie Kunstleder, die sie vernäht, stopft und zu dreidimensionalen Objekten verarbeitet. Kathy Schubert, Jahrgang 1988, lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Erfurt. Sie studierte zunächst drei Semester Architektur, was ihre modellhaften Arbeiten bis heute beeinflusst. 2013 begann sie ihr Studium der Freien Kunst an der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar, dass sie nun mit dem Diplom erfolgreich abgeschlossen hat.

Matthias Wiegand, Gründer und Inhaber der Wiegand Manufactur, die den Preis stiftete, freut sich sehr darüber: „Ich möchte den jungen künstlerischen Nachwuchs fördern und der Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und auch in der Stadt Weimar, in Thüringen und insgesamt zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Die Kunst und die Arbeiten der jungen Künstlerinnen und Künstler reizen mich: denn Kreativität leben heißt auch, einfach mal machen‘.“

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