Thüringen hilft: Ein Kühlschrank mit 163 PS für die Weimarer Tafel

Ingo Glase
| Lesedauer: 2 Minuten
Tafel-Chef Marco Modrow (links), Sozialarbeiterin Ulrike Scheller (rechts) und Vorarbeiterin Gabriele Heintze übernahmen den neuen Kühltransporter für die Weimarer Tafel von Patrick Martschei.

Tafel-Chef Marco Modrow (links), Sozialarbeiterin Ulrike Scheller (rechts) und Vorarbeiterin Gabriele Heintze übernahmen den neuen Kühltransporter für die Weimarer Tafel von Patrick Martschei.

Foto: Ingo Glase

Weimar.  Der neue Kühltransporter ist für die Weimarer Tafel schon unterwegs, aber einige tausend Euro sind noch offen, für die die Tafel um Unterstützung bittet.

Der schnellste Kühlschrank der Stadt ist seit Freitag für die Weimarer Tafel unterwegs: Im Mercedes-Autohaus Max Schultz übernahm Marco Modrow einen neuen Kühltransporter. „Wir brauchten kurzfristig einen neuen Wagen“, erzählt der Tafel-Chef, „denn unser langgedienter Transporter, der trotz seines Alters noch einige Zeit unterwegs sein sollte, ist durch einen Unfall ausgefallen und war nicht mehr zu reparieren.“

Durch eine Kooperation mit dem Bundesverband der Tafeln bietet der Autobauer Mercedes den lokalen Organisationen Fahrzeuge zu Sonderkonditionen an. Zudem war ein benötigter Kühltransporter gerade frei – „da haben wir gleich zugegriffen“, gesteht Modrow – „denn eigentlich muss man auf solch ein Modell mehrere Monate warten“, verrät Verkäufer Patrick Martschei.

Umsonst ist der Wagen leider nicht: Neben einem Eigenanteil kam der Kaufpreis von rund 44.000 Euro durch große und kleine Spenden von Stiftungen und Privatpersonen fast zusammen, allein 10.000 Euro gab „Thüringen hilft“, die Spendenaktion von unserer Zeitung und der Diakonie Mitteldeutschland. Doch einige tausend Euro sind noch offen, für die die Weimarer Tafel um Unterstützung bittet.

Die Weimarer Tafel braucht das Fahrzeug dringend: „Ohne Kühlfahrzeug dürfen wir keine frischen Lebensmittel abholen“, erklärt Modrow, „auf dem Weg vom Supermarkt- zum Tafel-Kühlschrank müssen empfindliche Waren wie Milchprodukte, Wurst und Fleisch immer kühl gelagert werden. Das wird auch streng kontrolliert.“

Von Montag bis Samstag fahren die Mitarbeiter fast alle Kaufhallen der Stadt und der Umgebung ab. Denn der Bedarf ist in der Corona-Zeit noch größer geworden: Rund 1450 Erwachsene und etwa 700 Kinder sind bei der Weimarer Tafel registriert, „pro Woche versorgen wir 400 Personen mit Lebensmitteln“, so der Tafel-Chef. „Da kommt eine ganze Menge zusammen.“ Doch der Transporter ist nicht nur groß, sondern mit 163 PS auch stark genug, selbst schwere Paletten zu transportieren.

Wer helfen möchte:

  • Spendenkonto Thüringen hilft: DE89 8205 1000 0125 0222 20
  • Kennwort: Tafel Weimar
  • Empfänger: Diakonie Mitteldeutschland
  • Für eine Spendenquittung bitte im Feld „Verwendungszweck“ die Adresse angeben.
  • Wer nicht genannt werden möchte, vermerkt dort zudem den Hinweis „anonym“.

Wer ganz einfach mit einem Mausklick spenden möchte, kann das auf unserer Internetseite.