Kulturstiftung der Länder bewilligt Mittel für Klassik-Stiftung Weimar

Das Museum Neues Weimar ist ein Schauplatz der Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“.

Das Museum Neues Weimar ist ein Schauplatz der Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“.

Foto: Susanne Seide / Archiv

Weimar.  Geld für Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“. Thema wird erstmals für die Öffentlichkeit aufgearbeitet.

Ein Weimarer Vorhaben findet sich unter den jüngst bewilligten bundesweit 13 Ausstellungsförderungen der Kulturstiftung der Länder mit einem Gesamtvolumen von rund 600.000 Euro. Unterstützt wird so die Klassik-Stiftung, die vom 2. Mai bis 15. September die Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“ zeige. Das Bauhaus-Museum setze sich in direkter Nachbarschaft zu den Bauten des ehemaligen Nazi-Gauforums kritisch mit den geschichtlichen und künstlerischen Entwicklungen des 20./21. Jahrhunderts auseinander. Die Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“ biete an drei Orten – Bauhaus-Museum, Museum Neues Weimar und Schiller-Museum – ein vollständiges Zeitbild des Bauhauses von 1919 bis 1945. Zum ersten Mal werde so das Thema für die Öffentlichkeit aufgearbeitet und gezeigt. Im Fokus stehe die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Architekten, Gestaltern und Designern sowie das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Schaffenskraft und deren Instrumentalisierung für Propaganda.

Die Kulturstiftung fördert temporäre kunst- und kulturhistorische Ausstellungen, die von den eigenen Beständen ausgehen, regional verankert und zugleich international bedeutsam sind.