Lotschens Ortsdurchfahrt wird saniert

Apolda.  Kreistag des Weimarer Landes beschließt fast 140 Millionen Euro schweren Haushalt fürs nächste Jahr

Der Haushalt des kommenden Jahres fürs Weimarer Land stand am Donnerstagabend im Mittelpunkt der Kreistagssitzung in Apoldas Stadthalle.

Der Haushalt des kommenden Jahres fürs Weimarer Land stand am Donnerstagabend im Mittelpunkt der Kreistagssitzung in Apoldas Stadthalle.

Foto: Jens Lehnert

In Sachen Haushaltsplanung liefert das Weimarer Land pünktlich wie ein Uhrwerk. Wie in den Vorjahren verabschiedete der Kreistag am letzten Donnerstag im November den Etat fürs kommende Jahr. „Das Krisenjahr ist eine gute Bestätigung dafür, warum es so wichtiger ist, frühzeitig den Haushaltsbeschluss zu fassen. Trotz Corona hatten wir zu jedem Zeitpunkt große Planungs- und Handlungssicherheit“, betonte Landrätin Christiane Schmidt-Rose (CDU).

Gut 17 Millionen Euro und damit sogar minimal mehr als in diesem Jahr kann der Landkreis 2021 für Baumaßnahmen aufwenden. Wieder wird mit knapp zehn Millionen Euro der Löwenanteil in Schulen benötigt. Hier soll im nächsten Jahr gut eine Million Euro aus dem Digitalpakt des Bundes ankommen. Dabei ist es nicht mit der bloßen Anschaffung von Tablets, Laptops, Beamern oder Headsets getan. Für den Erwerb solcher Endgeräte sind zunächst „nur“ 266.000 Euro veranschlagt. Gleich 410.000 Euro seien indes nötig, um die Schulen auch baulich fit für den digitalen Unterricht zu machen – und nochmals 345.000 Euro, um all das zu planen.

Gut 3.4 Millionen Euro hat der Kreis 2021 dem Straßenbau vorbehalten. So soll Lotschen endlich zur erneuerten Ortsdurchfahrt kommen und Tonndorfs Anbindung an die Landstraße nach Kranichfeld bzw. zur Autobahn saniert werden. Für die Zufahrt nach Hohenfelden sowie für die Straßen zwischen Lehnstedt und Kleinromstedt und zwischen Krautheim und Haindorf gab es zwar entgegen der Hoffnungen keine Förderzusage des Landes. Im Frühjahr sollen die Zuschüsse aber nochmals beantragt werden.

Für den Ausbau von Radwegen sind 2021 weniger Mittel veranschlagt als in diesem Jahr, in dem der Etat vier Millionen Euro vorsah. Der neue Haushaltsplan weist 828.000 Euro aus. Problem: Die Förderung, auf die solche Vorhaben angewiesen sind, zielt auf touristische, nicht aber auf Alltagsradwege ab. Der einzige Radweg, für den es bislang eine auskömmliche Förderzusage gebe, sei jener zwischen Mattstedt und der Poche. Aber auch von Kromsdorf über den Bärenhügel nach Liebstedt, zwischen Großobringen und Sachsenhausen, von der B 87 zum bis Ortseingang Zottelstedt sowie von Kleinschwabhausen zur Landesstraße 1060 stehen Bau bzw. die Planung dafür an.

Die im Kreistag umstrittene Apoldaer „NaTOURblüte 2.0“, bei der als Außenprojekt der Erfurter Bundesgartenschau unter anderem eine Fußgängerbrücke in Form eines „A“ über die Landstraße nach Kleinromstedt gebaut werden soll, geht im Kreishaushalt dagegen leer aus. 23 der 40 anwesenden Kreistagsmitglieder stimmten dafür, die zunächst in Aussicht gestellten 200.000 Euro zu streichen. Das Geld soll nun in die Gestaltung von Schulhöfen fließen.