Lückenschluss zwischen Weimar und dem Landkreis vollzogen

Mellingen  Sowohl die Taubacher Straße in Mellingen als auch der neue Geh- und Radweg von Taubach her sind ab sofort befahrbar

Landrätin Christiane Schmidt-Rose und der Mellinger Jubilar Eberhard Hildebrandt räumten schon mal die Sperrscheibe aus dem Weg.

Landrätin Christiane Schmidt-Rose und der Mellinger Jubilar Eberhard Hildebrandt räumten schon mal die Sperrscheibe aus dem Weg.

Foto: Jens Lehnert

Dem „kleinen Grenzverkehr“ zwischen der Stadt Weimar und dem Kreis Weimarer Land steht ein wichtiges Tor wieder offen – und das weiter denn je. Seit Freitagnachmittag ist die Straße zwischen Taubach und Mellingen nach der Sanierung befahrbar. Auch der neu gebaute Geh- und Radweg, der parallel zur Straße beide Orte verbindet, ist nun freigegeben.

Fast genau ein halbes Jahr lang hatten sich die Mellinger, und jene, die durch die Gemeinde wollten, mit der Baustelle auf der Taubacher Straße zu arrangieren. Vom 23. April an bis gestern gegen 16 Uhr war hier kein Durchkommen. In dieser Zeit ließ der Landkreis nach der Zufahrt zum Nahkauf-Markt auf 340 Metern ortseinwärts seine Kreisstraße K 518 sanieren, die bis vor vier Jahren noch Landesstraße war. Der Freistaat gab hierfür Fördermittel.

Der Wasserzweckverband Weimar erneuerte seine Leitungen, der Abwasserverband Mellingen den Kanal. Und die Gemeinde beteiligte sich beiderseits der Fahrbahn mit dem Ausbau des Gehweges. Statt welliger Platten ist hier nun rollator- und kinderwagenfreundliches Pflaster mit Mikrofuge verlegt. Insgesamt kostete der Bau in Mellingen rund 880.000 Euro.

„Mit der Straßensanierung sind wir in Mellingen nun einmal komplett durch. Mit Ausnahme der Bundesstraße und der noch ausstehenden Kanalanschlüsse in der Lehnstedter Straße wird es vorerst keine großen Straßenbaustellen mehr geben“, sagte Bürgermeister Eberhard Hildebrandt. Für ihn nahm sich die Verkehrsfreigabe gleichzeitig als ganz persönliches Geschenk aus. Schließlich feierte Hildebrandt, der sein politisches Mandat seit 2010 inne hat, gestern seinen 50. Geburtstag.

Auch die Stadt schien in den Kreis herüber zu grüßen. Bereits eine halbe Stunde, bevor die Bauherren auf Mellinger Seite zur Bauabnahme schritten, vollzog Weimar diese am neu angelegten Geh- und Radweg ortsausgangs von Taubach. Damit ist die Lücke nach Mellingen geschlossen. Die Nachbarn hatten ihren Teil des Weges bereits 2018 im Zuge der Straßensanierung dort mit ausbauen lassen.

Der Wegebau auf Taubacher Gemarkung, der wegen fehlender Betonelemente zur Hangsicherung erst am 19. August begann, blieb nach dem verzögerten Start im Zeitrahmen. Ab Ende Oktober soll noch die Böschung oberhalb der Stützwand bepflanzt werden. Die Gesamtkosten auf städtischer Seite belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Drei Viertel von dem, was förderfähig war, trug das Land aus dem Topf für kommunalen Straßenbau.

„Nicht nur die Straße, auch der Weg ist eine sehr wichtige Verbindung zwischen beiden Orten. Insbesondere für die Taubacher ist es nun leichter, zu Fuß und mit dem Rad den Nahkauf, den Bahnhof oder die Schule zu erreichen. Aus Taubach gehen viele Schüler hier aufs Gymnasium“, weiß Hildebrandt.

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