Mellingen: Neue Halle wohl günstiger als geplant

Gemeinde kann 2021ohne Vorbehalt wirtschaften, mit dem Haushaltsbeschluss kurz vor dem Jahreswechsel

Die Arbeiten an der Mehrzweckhalle in Mellingen liegen im Zeit- und auch in Finanzplan.

Die Arbeiten an der Mehrzweckhalle in Mellingen liegen im Zeit- und auch in Finanzplan.

Foto: Jens Lehnert

Mellingen. Wann größere öffentliche Veranstaltungen wieder über die Bühne gehen dürfen, können die Mellinger natürlich nicht absehen. Davon, wann in der Gemeinde die Bühne dafür zur Verfügung stünde, haben sie jedoch recht klare Vorstellungen. Bis zum Ende dieses Jahres soll die neue Mehrzweckhalle im Gewerbegebiet fertig gebaut und nutzbar sein.

Finanziell ist der Weg dafür geebnet: Kurz vor dem Jahreswechsel konnte die Gemeinde den Haushalt für 2021 verabschieden. Mit rund 700.000 Euro beansprucht die Halle darin nochmals den Löwenanteil unter den Investitionen. Sowohl der Innenausbau als auch die Gestaltung des Außengeländes sollen damit zum Abschluss gebracht werden. „Gegen Ende des Jahres könnten hier, sofern es das Infektionsgeschehen dann hoffentlich erlaubt, erste Veranstaltungen stattfinden“, sagte Bürgermeister Eberhard Hildebrandt. Für Anfang 2022 sei die eigentliche Feuertaufe des Neubaus vorgesehen. Dann will der Mellinger Faschings-Club hier seine 50. Saison feiern.

Kluges Wirtschaften zahlt sich aus

Während andernorts auf Großbaustellen meist Geld nachgeschossen werden muss, dürfen die Mellinger über ihren Neubau das erfreuliche Gegenteil behaupten. Das Vorhaben ist vorab so realistisch kalkuliert worden, dass die mit gut 1,8 Millionen Euro ohnehin vergleichsweise günstig veranschlagten Baukosten wohl um etwa 50.000 Euro unterboten werden können. „Große Überraschungen werden wir mit der Rechnung vermutlich nicht mehr erleben. Bei den teuren Gewerken haben wir die Aufträge schon vergeben oder zumindest die Angebote auf dem Tisch“, so der Bürgermeister.

Trotz aller Corona-Unwägbarkeiten beabsichtigt die Gemeinde Mellingen in diesem Jahr Investitionen von rund einer Million Euro. Der Vermögensetat macht damit immerhin rund ein Viertel des gesamten Jahreshaushaltes für 2021 aus. „Wir haben unsere Investitionen natürlich etwas vorsichtiger geplant. Schließlich weiß keiner, was uns im Zusammenhang mit Corona noch erwartet. Bisher hat sich die Pandemie nicht wesentlich auf unsere Finanzen ausgewirkt, da die vom Lockdown betroffenen Branchen nicht jene sind, bei denen viel Gewerbesteuer anfällt. Allerdings werden wir die tatsächlichen Konsequenzen wohl noch zu spüren bekommen – etwa dann, wenn unser Einkommensteuer-Anteil durch das höhere Maß an Kurzarbeit sinkt“, schätzt Hildebrandt ein.