Neumark greift auf Rücklage zurück

Neumark  Der Stadtrat Neumark bringt Arbeiten an Schlafräumen im Kindergarten, Bus-Wartehalle und Lindenplatz auf den Weg

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Die Renovierung des Kindergartens „Zwergenland“ sowie Sanierungsarbeiten an der Bus-Wartehalle und am Straßenbelag des Lindenplatzes beschäftigten am Montagabend den Stadtrat in Neumark. Insgesamt ging es dabei um Investitionen von rund 18.000 Euro.

Für den Kindergarten müssen die Neumarker an ihre Reserven gehen: Die anstehende Renovierung von drei Schlafräumen sprengt den dafür im Haushalt vorgesehenen Posten von 8000 Euro. Wie Bürgermeisterin Anke Necke in der Begründung zur Beschlussvorlage darlegte, habe eine Schätzung des mit der Planung beauftragten Berlstedter Architekturbüros Köcher einen Bedarf von rund 12.000 Euro ergeben. Damit benötigt die Stadt rund 4000 Euro aus ihrer Rücklage, und die Gesamt-Entnahme aus dieser für 2019 steigt auf knapp über 63.000 Euro.

In der kurzen Diskussion wurde die Notwendigkeit der Sanierung deutlich. Der Beigeordnete Clemens Rösler listete die Details auf: Styropor-Platten an den Decken der drei Räume sind mit aktuellen Brandschutz-Vorschriften nicht mehr vereinbar und somit zu ersetzen. Die Räume brauchen neue Elektroleitungen, Fußbodenbeläge und Malerarbeiten, außerdem ist eine zusätzliche Luke für den Zugang zum Dachboden vorgesehen. „Wenn wir es jetzt nicht richtig machen, fangen wir in ein paar Jahren wieder an“, so Rösler. Die sieben Stimmberechtigten votierten geschlossen dafür.

Die Neumarker Buswartehalle wird zur letzten Baustelle von Dachdeckermeister Michael Gottwald aus Thalborn. „Er wird seine Selbstständigkeit im nächsten Monat aufgeben“, sagte Bürgermeisterin Necke. In der Ausschreibung war er der einzige Bieter und bekam für 3111,53 Euro den Zuschlag. Gottwald ersetzt die Wellpappe-Platten, welche das Häuschen bisher abdecken, durch ein Trapezprofil-Blechdach.

Um die tiefen Löcher im Lindenplatz zu flicken, sei durch die unter 3000 Euro liegende Auftragssumme keine Ausschreibung notwendig gewesen, so Necke. Auf Anfrage habe die Firma BMC aus Krautheim ein Angebot über 2994,78 Euro unterbreitet. „Zuerst wollten wir in einem Arbeitseinsatz mit Freiwilligen die Löcher mit Splitt oder Schotter auffüllen“, erläuterte Necke. Das erwies sich wegen der brüchigen Ränder als nicht zweckmäßig. BMC wird die vier großen Löcher weiträumig ausschneiden und dort neuen Belag aufbringen.

Eine Reihe von Zweckvereinbarungen mit der Landgemeinde Am Ettersberg sowie den Gemeinden Ettersburg und Ballstedt über die Bereitstellung von Kita-Plätzen vertagte der Stadtrat nach längerer Diskussion und auch auf Ratschlag des anwesenden Sachbearbeiters der Kommunalaufsicht Weimarer Land, Thomas Haubold, auf seine nächste Sitzung. Bis dahin will die Stadt einen Vertrag mit dem Trägerwerk Soziale Dienste (TWSD) schließen, welches den Kita-Betrieb seit 2016 organisiert. Bisher existiert nur ein Vertrag des TWSD mit der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft (VG) Nordkreis.

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