Nina Hopf gewinnt mit ihrer Bachelorarbeit in Weimar ersten Preis

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Der Medienkunstpreis der Bauhaus-Universität Weimar ging an (von links) Nina Hopf, Tommy Neuwirth, Christoph Hertel und Kate Ledina.

Der Medienkunstpreis der Bauhaus-Universität Weimar ging an (von links) Nina Hopf, Tommy Neuwirth, Christoph Hertel und Kate Ledina.

Foto: Candy Welz

Weimar  Jahresschau „summaery“: Gewinnerinnen und Gewinner des Medienkunstpreises 2019 stehen fest

Über den diesjährigen Medienkunstpreis freuen sich Nina Hopf, Christoph Hertel und Tommy Neuwirth. Am Samstag wurden die Studenten für ihre Abschlussarbeiten im Studiengang Medienkunst / Mediengestaltung im Rahmen einer Preisverleihung in der Galerie Eigenheim im Weimarhallenpark ausgezeichnet. Zusätzlich vergeben wurden drei Filmförderpreise des Bauhaus-Film-Instituts und eine lobende Erwähnung.

Den ersten Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist, erhielt Nina Hopf für ihre Bachelorarbeit „eadem cutis: dieselbe haut“. Die Medienkünstlerin begleitet in ihrer Installation bestehend aus einem Video und einer Vielzahl von Körperabdrücken ihren Bruder John, der sich mit seinem biologischen Geschlecht nicht identifizieren konnte. In einem Dokumentarfilm teilt der Zwillingsbruder seine Erfahrungen, Gedanken und Einstellungen zu den Themen Identität, Körper und Geschlecht.

Mit dem zweiten Preis geehrt wurde Christoph Hertel für den Master-Film „Nach mir die Sintflut“. Darin zeichnet Hertel ein düsteres Bild von einem kleinen, unwirklichen fränkischen Dorf, das durch einen maroden Staudamm bedroht wird. Der Film ist eine verstörende Auseinandersetzung mit einem der drängendsten Probleme unserer Zeit, dem Klimawandel. Der Preis ist mit 750 Euro dotiert.

Den dritten Preis und damit 500 Euro Preisgeld vergab die Jury an Tommy Neuwirth und die Arbeit „Kein Lied kann es zweimal geben“. In seiner Performance deutet der Masterabsolvent einen Songtext der umstrittenen Band „Freiwild“ um, setzt ihn als musikalisches Versatzstück ein und dekonstruiert ihn auf mehreren Ebenen.

Eine lobende Erwähnung und 250 Euro Preisgeld vergab die Jury an Kate Ledina für ihren Abschlussfilm „Kaltes Buffet“. Der Dokumentarfilm setzt sich mit dem gemeinsamen deutschen und israelischen Bauhaus-Erbe auseinander. Mit jeweils 666,66 Euro wurden die Studenten Julia Schneider, Brian Bixby und das Team „Film-Initiative“ mit den Filmförderpreisen 2019 des Bauhaus-Film-Instituts ausgezeichnet. Mit diesen Zuwendungen werden Filmvorhaben oder noch im Entstehen befindliche Arbeiten und Konzepte unterstützt.

Bereits zum elften Mal stiftete die Merkur Bank 4500 Euro für die Preise der Medienkunst / Mediengestaltung der Bauhaus-Uni sowie den Filmförderpreis des Bauhaus-Film-Instituts. „Für uns gehen Kreativität und unternehmerisches Denken Hand in Hand. Deswegen unterstützen wir mit dem Preisgeld künstlerisch begabte junge Menschen“, sagte Wolfgang Genczler, Regionaldirektor der Merkur Bank für Sachsen und Thüringen.

Alle Nominierten und die Gewinner-Arbeiten sind bis zum 28. Juli in der Galerie Eigenheim zu sehen.