Prix Europa für Weimarer Hörspiel

Weimar  Alumna der Uni erhielt die bedeutende Auszeichnung in Potsdam in der neuen Kategorie „Digital Audio Rising Star“

Elena Zieser (links) bei der Preisverleihung in der Potsdamer Schinkenhalle.

Elena Zieser (links) bei der Preisverleihung in der Potsdamer Schinkenhalle.

Foto: rbb/Thomas Ernst

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Für ihre Masterarbeit im Studiengang Medienkunst/Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar hat Elena Zieser den Prix Europa in der Kategorie „Digital Audio Rising Star“ erhalten. Die Auszeichnung wurde erstmals beim 1987 gestarteten Wettbewerb vergeben. Hinter dem Träger Prix Europa vereinen sich 26 Mitglieder europäischer öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und weiterer europäischer Einrichtungen. Ständiger Gastgeber ist der RBB.

Das prämierte Hörspiel mit dem Titel „Helena“ ist an der Professur Experimentelles Radio an der Fakultät Kunst und Gestaltung entstanden. Es handelt von der Freundschaft zweier Frauen: der Autorin und deren Freundin Hella, zu der der Kontakt abgebrochen war. Die eine findet nach Jahren längst vergessene Traumaufnahmen der anderen wieder und fängt an, sich zu erinnern: an die Liebe, die gemeinsame Zeit, den Bruch und daran, wie sie einander verloren haben. Dazwischen sind die Träume in Form von Originaltonaufnahmen zu hören, die einen Einblick in eine absurde, höchst fragile und sensible Welt ermöglichen und in seltsamer Verbindung zu ihrer Freundschaft stehen, teilte die Bauhaus-Universität mit.

Das Wechselspiel der beiden Protagonistinnen zeichne ein ehrliches und sehr intimes Konzept einer Frauenfreundschaft und sei am Ende der Versuch, dieser Freundschaft eine neue Perspektive zu geben.

„Freundschaft ist eine Geschichte, die sich selbst erzählt. Eine Auszeichnung dafür zu bekommen, ist mehr als großartig“, sagte Elena Zieser zur Preisverleihung. „Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, allen voran Hella Vahl für das Vertrauen und den Mut, unsere Geschichte zu erzählen.“

Der Prix Europa gilt als einer der bedeutendsten Preise für Medienschaffende in Europa. Aktuell wurden 656 Produktionen aus 37 Ländern eingereicht, 206 schafften es in den Wettbewerb. Geehrt werden die besten Fernseh-, Radio- und Digital-Media-Programme des Jahres.

An dem Hörspiel „Helena“ haben neben Hella Vahl und Bettina Wiehler ferner Niklas Kammermeier (Musik und Komposition) sowie im Bereich Gesang Bettina Wiehler, Hella Vahl, Elke Schröder, Rosemarie Kaiser und der Gostenhofer Gesangsverein mitgewirkt. Elena Zieser zeichnete für Text, Regie und Schnitt der 57 Minuten langen Produktion des Experimentellen Radios an der Bauhaus-Universität Weimar verantwortlich.

Betreut wurde die Masterarbeit von Nathalie Singer, Professorin für Experimentelles Radio, und der künstlerischen Mitarbeiterin Astrid Drechsler.

Seit dem Studium in Weimar lebt und arbeitet Elena Zieser in Berlin als selbstständige Künstlerin in den Bereichen Hörspiel und Klangkunst.

Link zum Hörspiel bis Mitte November: www.srf . ch/ sendungen/hoerspiel/helena-von-elena-zieser-nach-traeumen-von-hella-vahl

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