Scheunenbrand bei Nohra: Indizien sprechen ganz klar für Brandstiftung

Nohra  Die Feuerwehr konnte eine Feldscheune an der B85 bei Nohra in letzter Minute retten. Ein Wachdienst-Mitarbeiter hatte die Flammen zufällig beim Vorbeifahren bemerkt.

Der Brandanschlag auf die Feldscheune bei Nohra scheiterte nur knapp.

Der Brandanschlag auf die Feldscheune bei Nohra scheiterte nur knapp.

Foto: Stefan Eberhardt

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Eine der beiden Feldscheunen an der B85 am östlichen Rand von Nohra brannte vor acht Jahren nieder, und nun entging der baugleiche „Zwilling“ nur knapp diesem Schicksal: Ein Feuerwehr-Einsatz in der Nacht zum Mittwoch verhinderte in letzter Minute, dass Flammen auf das Dach übergriffen und ein Vollbrand entstand.

Kurz vor 2.30 Uhr hatte ein Wachdienst-Mitarbeiter beim Vorbeifahren die Flammen bemerkt. Der Alarm ging an die Freiwilligen Feuerwehren von Nohra, Ulla, Utzberg, Obergrunstedt und Bad Berka. Als die ersten Kameraden eintrafen, brannte die Außenwand der Scheune an zwei Stellen.

Nach dem Löschen öffneten die Einsatzkräfte mit einer Motorkettensäge die Scheune und suchten darin mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern sowie Personen. In der Scheune sind neben alten Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen auch diverse Antiquitäten gelagert.

Tücher mit brennbarer Flüssigkeit getränkt

Kurz darauf eine entscheidende Entdeckung: An zwei Stellen der hölzernen Außenwand fanden die Feuerwehrleute Tücher, die mit einer brennbaren Flüssigkeit getränkt waren. Die ebenfalls alarmierte Polizei sicherte diese Spuren und forderte für weitere Ermittlungen ein Team der Kriminalpolizei an.

Auch nach dem Inferno Ende April 2011 wenige Meter entfernt hatte es Ermittlungen wegen Brandstiftung gegeben - aber auch eine Fahrlässigkeit durch spielende Kinder kam damals in Frage. Von der Scheune und den darin gelagerten 200 Strohballen der Agrargenossenschaft Isseroda blieb nur ein Aschehaufen übrig.

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