Sonderfahrzeug für den Kulturgutschutz

Weimar  Gerätewagen für Thüringen steht in Weimar

Weimars OB Peter Kleine übergab den Fahrzeugschlüssel symbolisch an Amtsleiter Alexander Philipp.

Weimars OB Peter Kleine übergab den Fahrzeugschlüssel symbolisch an Amtsleiter Alexander Philipp.

Foto: Michael Baar

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Die Berufsfeuerwehr Weimar ist als Kompetenzzentrum für den Kulturgutschutz in Thüringen seit Mittwoch einen ganzen Schritt weiter. Im Gefahrenschutzzentrum an der Kromsdorfer Straße wurde der Gerätewagen Kulturgutschutz an die Feuerwehr Weimar übergeben.

In ganz Deutschland gibt es kein weiteres Sonderfahrzeug dieser Art. Seine Parameter und seine Ausstattung sind nicht nur in Weimar entwickelt worden – sie überzeugten auch Landtag und Landesregierung. So wurde das Fahrzeug über die Berufsfeuerwehr beschafft, die dafür notwendigen 186.700 Euro aber vom Freistaat finanziert.

Bei Bränden, Hochwasser, Stürmen oder anderen Schadensereignissen an kulturellen Einrichtungen, wie Museen, Archiven oder Bibliotheken, dient es dem Transport gesicherter oder geborgener Kulturgüter. Bestückt ist es zudem mit dem in Weimar entwickelten Ausrüstungssatz Kulturgutschutz in 10 Gitterrollwagen.

Das Fahrzeug sieht aus wie ein Möbelwagen im Feuerwehrkleid. Für den fachgerechten Transport von Kulturgut ist es mit Luft-Luft-Federung, unzähligen Sicherungsmöglichkeiten für die Ladung und einer Klimatisierung ausgestattet, die Temperaturen zwischen –20 und +30 Grad Celsius sichert. Neben Matthias Wünsche vom Brandschutzsamt sind auch die Freiwilligen von Taubach für den Gerätewagen verantwortlich.

Wegen der besonderen Lage nach den Verbrechen in Halle sagte der Innenstaatssekretär der Übergabe kurzfristig ab. OB Peter Kleine übernahm in Gegenwart von Ralf Seeber und Jörg Dietrich vom Kulturrat Thüringen die Aufgabe.

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