Stadtbibliothek Bad Berka braucht keinen großen Tresen mehr

Bad Berka  Der erster umfassende Umbau der Stadtbibliothek Bad Berka seit 1991 wird in diesem Jahr geplant und im nächsten umgesetzt.

Leiterin Andrea Zenker (rechts) und Mitarbieterin Heike Schönemann kommen ab 2022 gern ohne den großen Empfangstresen aus.

Leiterin Andrea Zenker (rechts) und Mitarbieterin Heike Schönemann kommen ab 2022 gern ohne den großen Empfangstresen aus.

Foto: Michael Grübner

Bad Berka. Nach mehr als 30 Jahren wird die Stadtbibliothek im Bad Berkaer Zeughaus runderneuert: In ihren Haushalt für das laufende Jahr hat die Kurstadt 25.000 Euro für die Planungen eingestellt, im nächsten Jahr sollen diese umgesetzt werden. Die Kosten dafür seien aktuell noch nicht zu beziffern, so Bürgermeister Michael Jahn (CDU). „In jedem Fall hoffen wir, dass das Projekt durch Fördermittel unterstützt wird.


Den letzten größeren Umbau, so Jahn, habe es in der Bibliothek 1991 gegeben. „Damit ist jetzt einfach die Zeit gekommen für eine frischere und modernere Einrichtung.“ Diese soll zudem den veränderten technischen Möglichkeiten Tribut zollen: „Den jetzigen großen Tresen brauchen wir eigentlich nicht mehr“, so Bibliotheksleiterin Andrea Zenker. „Der war früher wichtig, als noch alles über Karteikarten lief statt über die Datenbank im Computer.“

Auch die Informationsmöglichkeiten im Internet waren kurz nach der Wende noch nicht zu erahnen – den Umfang des Sachbücher-Bereiches könne man deshalb jetzt deutlich verkleinern, so Zenker.

Stattdessen soll die Bibliothek mehr Rückzugsmöglichkeiten, Sitzgruppen, ruhige Lese-Ecken bekommen. Platz für Veranstaltungen, vor allem Lesungen, soll die Bibliothek zudem weiterhin bieten.

Der Umbau werde zudem die am meisten nachgefragten Lese-Sparten berücksichtigen. Unter den erwachsenen Nutzern sind Krimis der größte Renner, bei den Jugendlichen werden Fantasy-Romane besonders oft nachgefragt, und die Kinder holen sich am liebsten Comic-Romane nach Hause.