Wahlen in Weimars Ortsteilen von unterschiedlicher Brisanz

Weimar  In Oberweimar/Ehringsdorf und in Weimar-Nord kandidieren jeweils drei Bewerber als Ortsteilbürgermeister

Günter Zimmermann wurde bereits mehrfach gefragt, ob sein Plakat bewusst bei Goethe Anleihe nahm.

Günter Zimmermann wurde bereits mehrfach gefragt, ob sein Plakat bewusst bei Goethe Anleihe nahm.

Foto: Michael Baar

Sie sind die Stimme der Weimarer Ortsteile in der Stadtpolitik. Am Super-Wahlsonntag werden neben Europa-Parlament und Weimarer Stadtrat auch die Ortsteilbürgermeister und Ortsteilräte für die 13 Weimarer Ortsteile gewählt.

Allein für die Ortsteilräte stellen sich 123 Kandidaten zur Wahl. Nur in Weimar-Nord (8) und in Süßenborn (3) hat die Anzahl der zugelassenen Bewerber nicht die gesetzlich mögliche Zahl der Mitglieder im Ortsteilrat erreicht. Hier können die Wähler deshalb auf dem Stimmzettel weitere Wahlvorschläge unterbreiten. Jeder Wähler hat allerdings nur drei Stimmen.

Die meisten Bewerber stehen in Oberweimar/Ehringsdorf auf dem Stimmzettel. Aus 16 Bewerbern werden am Wahltag zehn Mitglieder des neuen Ortsteilrates gewählt. Auf dem letzten der drei Wahlpodien im Ortsteil wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass nach der Wahl alle Quartiere dieses größten Weimarer Ortsteils auch im Ortsteilrat vertreten sind.

In Schöndorf stellen sich immerhin 14 Bewerber zur Wahl für die zehn Sitze, in Weimar-West sind es 13 Bewerber, in Gaberndorf 12, in Legefeld/Holzdorf sowie für Tiefurt und die Dürrenbacher Hütte jeweils 11 und in Tröbsdorf 10 Bewerber.

Ebenso groß wie beim Ortsteilrat ist die Auswahl für den künftigen Ortsteilbürgermeister oder die Ortsteilbürgermeisterin in Oberweimar/Ehringsdorf. Mit Amtsinhaber Karl-Heinz Kraass (70, ptl.), Ines Bolle (56, Grüne) und Günter Zimmermann (67, Linke) wetteifern hier drei Kandidaten um die Wählergunst. Alle waren sie bislang bereits für den Ortsteil aktiv. Plakate sieht man allerdings von Karl-Heinz Kraass nicht. Er hat komplett auf Wahl-Plakate verzichtet sich auf Internet- und E-Mail-Wahlwerbung beschränkt, fehlte bei den Wahlveranstaltungen zuletzt allerdings krankheitsbedingt.

Drei Bewerber für den künftigen Ortsteilbürgermeister gibt es auch in Weimar-Nord. Hier treten Amtsinhaber Jan-Peter Wiegand (58, ptl.), Olaf Merzenich (40, Linke) und Andrea Schäfer (52, Weimarwerk) an. – Zwischen Amtsinhaberin Petra Hamann (53, Linke) und David Albrecht (26, CDU) soll sich Weimar-West entscheiden. In Taubach, wo Kathrin Roth nicht wieder antritt, heißt die Frage Sandra Nebelung (45, CDU/Weimarwerk) oder Thoralf Canis (40)? Der SPD-Stadtrat tritt als Einzelkandidat an.

In den anderen Ortsteilen ist nur ein Bewerber als Wahlvorschlag zugelassen. Für die Wähler gibt es damit allerdings die Möglichkeit, selbst einen Vorschlag auf den Stimmzettel zu schreiben. Wie schon bei den zusätzlich möglichen Vorschlägen für die Ortsteilräte in Weimar-Nord und in Süßenborn, muss auch der handschriftliche Vorschlag für einen Ortsteilbürgermeister am besten Vor- und Familienname und eine weitere Angabe zur vorgeschlagenen Person enthalten, durch die dieser Vorschlag eindeutig identifizierbar ist.

Neue Ortsteilbürgermeister wird es neben Taubach auch in Tröbsdorf und Possendorf geben. Hier steht mit Matthias Hopf bzw. Viola Seel jeweils nur ein Name auf dem Stimmzettel.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.