Weimarer Boxer kooperieren mit Jobcenter

Weimar  Partner informieren sich bei Halbzeit über das neue soziale Projekt im Boxverein Weimar

Danny Beyer und Streetworkerin Stephanie Popp (TJW) arbeiten eng zusammen.

Danny Beyer und Streetworkerin Stephanie Popp (TJW) arbeiten eng zusammen.

Foto: Michael Baar

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Der Boxverein Weimar pflegt seit mehr als einem Jahr eine Kooperation mit der Haar-Stiftung und dem Team Jugendarbeit Weimar (TJW). Dabei setzt der Verein ein neues Projekt um, mit dem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren in Sportsozialarbeiter Danny Bey­er einen sportlichen Ansprechpartner und auch Rat und Begleitung bei schulischer und beruflicher Integration finden.

Vorausgegangen war eine umfangreiche Zertifizierung, durch die für den Verein die Zusammenarbeit mit Jobcenter und Stadt auf Grundlage des Paragrafen 16h im Sozialgesetzbuch II erst möglich wurde. Wie das Projekt läuft, davon überzeugten sich jetzt Bürgermeister Ralf Kirsten, Sozialamtsleiterin Doreen Bauer und die Geschäftsführerin des Jobcenters Weimar, Jeanette Austen.

Sportlich entwickelt sich der Boxverein Weimar seit der Neugründung 2004 erfolgreich. Erst vor zwei Wochen wurde Michel Dobler Deutscher Junioren-Meister und ist für die EM nominiert. Die 15 Jahre Boxverein sind inzwischen aber gleichermaßen von Sozialarbeit geprägt. Gern verweisen die Boxer auf den „Stern des Sports“ in Silber und auf die „Aktion Mensch“. Erstmals deutschlandweit förderte sie in Weimar ein Projekt der Sportsozialarbeit.

Drei Jahre wurde die Stelle des Sportsozialarbeiters finanziert und seine Arbeit von der FH Erfurt evaluiert. Ziel war es, Jugendfreizeitsport und Sozialarbeit zu verbinden. – Das neue Projekt zielt mit Sport als Kontaktbrücke und den besten Boxern als Vorbildern im Verein auf „schwer erreichbare Kinder und Jugendliche“.

Nach einer sportlichen Eingangsphase im Verein werden die Probleme der jungen Leute erkundet und ihnen Beratung und Begleitung in Schule, Ausbildung oder Beruf angeboten. Das Jobcenter fördert das Projekt, weil es um junge Leute geht, die eigentlich seine Kunden sein sollten, vom Jobcenter aber nicht erreicht werden.

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