Pokal-Einnahmen helfen Science City Jena

Jena  Jenaer Basketballer sind bei notwendiger Etaterhöhung auf einem guten Weg. 300.000 Euro fehlen noch.

Lars Eberlein (links) und Björn Harmsen können sich über den Pokalerfolg freuen.

Foto: Peter Poser

Natürlich war der Jubel im Hause Eberlein groß. Im Urlaub schaute die Familie um Lars Eberlein den Überraschungserfolg von Science City Jena bei den EWE Baskets Oldenburg (94:91). Erstmals in seiner Geschichte steht der Verein von der Saale damit im Viertelfinale des deutschen Basketball-Pokals. Das hätte nach der deutlichen Auftaktpleite bei Alba Berlin in der Bundesliga (55:112) selbst der Geschäftsführer nicht gedacht. „Ich wusste, dass das Team gut ist und ein anderes Gesicht zeigen wird. Dass es schon in Oldenburg passiert, hat mich aber überrascht“, gestand der Mann ein, der bei Science City für seriöses Wirtschaften verantwortlich ist.

Auch in dieser Hinsicht macht sich das Weiterkommen bezahlt. Etwa 50.000 Euro gibt es für die erste Runde, dank dem Viertelfinaleinzug wird daraus nun ein sechsstelliger Betrag. Gut für die Jenaer Bilanz, „weil wir die Pokal-Einnahmen generell nicht eingeplant haben“. Gut möglich also, dass das Geld Science City in der nächsten Saison hilft, den geforderten Mindestetat der BBL von drei Millionen Euro zu erfüllen.

Für die laufende Spielzeit haben die Thüringer 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Stadtwerke und Stadt Jena haben bereits angekündigt, in der kommenden Saison ihr Sponsoring um insgesamt 100.000 Euro zu erhöhen. „Es fehlen also noch 300.000 Euro. Aber wir sind auf einem guten Weg, haben viele positive Signale erhalten“, sagt Eberlein. Ob die Pokal-Einnahmen für die Etaterhöhung verwendet, oder genutzt werden, um die Mannschaft zu verstärken, müsse die laufende Saison zeigen.

Ein Ausländer zu viel im Jenaer Kader

Aktuell stehen sieben Ausländer im Jenaer Kader, nur sechs dürfen spielen. Wenn der verletzte Jamar Abrams, vielleicht schon am Sonnabend im Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC, zurückkehrt, hat Jena also ein Überangebot. Der nachverpflichtete Dru Joyce hat noch Vertrag bis Anfang November mit Option für den Verein auf Verlängerung bis zum Saisonende. Und er konnte durchaus überzeugen, war in Oldenburg bester Scorer seiner Mannschaft. „Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Sind alle fit und einer spielt nicht, werden wir reden müssen“, sagt Eberlein. Es könne aber auch sein, dass man mit sieben Ausländern im Kader weitermacht. Zumindest bis zum Pokalviertelfinale oder bis die nötigen Siege im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren sind.

Für die nächste Runde im Pokal wünscht sich Eberlein jedenfalls ein Heimspiel vor vollem Haus. Als Gegner liebäugelt er mit einer lösbaren Aufgabe wie Braunschweig oder Göttingen. Gespielt werden die Viertelfinals am Wochenende vor Weihnachten (22. oder 23. Dezember). Die Paarungen werden am kommenden Freitag in der Halbzeitpause der Partie zwischen Berlin und Crailsheim ausgelost.

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