Thuringia Bulls gewinnen gegen Rahden – Sorgen um Matt Scott

Elxleben  Rollstuhl-Basketball: Matt Scott, Kapitän der ohnehin dezimierten Thuringia Bulls, muss beim Sieg über Rahden verletzt vom Feld.

Matt Scott (links) kämpft um den Ball. Später musste der Kapitän angeschlagen raus.

Matt Scott (links) kämpft um den Ball. Später musste der Kapitän angeschlagen raus.

Foto: Michael Helbing

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Auf einmal war es mucksmäuschenstill im Bullenstall. Dabei hatte Matt Scott soeben mit einem unglaublichen Dreier das Rahdener Aufbegehren im dritten Viertel erstickt. Doch mitten im Wurf krachte ein Gegner in seinen Stuhl – und der US-Amerikaner landete hart auf dem Boden. Mit starken Rippenschmerzen rollte er vom Feld.

Dass er den Thuringia Bulls in der verbleibenden Spielzeit nichtmehr zur Verfügung stand, konnte seine Mannschaft kompensieren. Sie setzte sich dank des guten Starts (23:9) letztlich ungefährdet mit 65:51 gegen den unbequemen Aufsteiger in die Rollstuhlbasketball-Bundesliga durch.

Manager Leßmann: „Es ist wie verhext“

Doch Manager Lutz Leßmann blickt mit einem etwas mulmigen Gefühl auf diesen Montag. Dann soll abgeklärt werden, ob sich Scott mehr als eine schwere Prellung zugezogen hat. „Wie er sagt, sieht es gut aus. Aber Matt steckt Schmerzen auch anders weg“, sagt Leßmann und hofft, dass nichts gebrochen ist.

Ein weiterer Ausfall würde den Triple-Sieger in arge Aufstellungsnöte bringen. Jitske Visser befindet sich nach ihrer Ellenbogen-Operation in der Reha, Nationalspieler André Bienek laboriert an einer Magenschleimhaut-Entzündung und die Verpflichtung von Dylan Fischbach (USA) hat sich zerschlagen. „Es ist wie verhext“, sagt Leßmann und will in dieser Woche mit Trainer Michael Engel über einen möglichen Neuzugang beraten. Seiner dezimierten Mannschaft zollt Engel unabhängig davon Respekt: „Wie sie die Ausfälle wegstecken, ist bemerkenswert.“

Gegen Rahden stellten Alex Halouski (23 Punkte) sowie Jake Williams und Scott bis zu seinem Ausscheiden den Unterschied in der Offensive dar. Aufgrund der beschränkten Wechseloptionen ging es für Teemu Partanen und Karlis Podnieks darum, nicht in Foul-Probleme zu geraten. Routiniert verwalteten die Bulls den Vorsprung und fuhren den sechsten Sieg im sechsten Spiel ein. Dennoch mussten sie die Tabellenführung an Lahn-Dill abgeben.

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