Das Steigerwaldstadion steht für Aufstiegsspiele bereit

Erfurt.  In der Fußball-Regionalliga könnte der Staffelsieger in einem Turnier in Erfurt ermittelt werden.

Steigerwaldstadion Erfurt

Steigerwaldstadion Erfurt

Foto: Sascha Fromm

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Erfurter Steigerwaldstadion könnte trotz des Rückzuges des insolventen FC Rot-Weiß in der bislang unterbrochenen Saison vielleicht doch noch einmal Regionalliga-Fußball erleben. Christian Fothe, der Geschäftsführer der Arena GmbH, bestätigte unserer Zeitung, dass das knapp 19.000 Zuschauer fassende Stadion dafür bereit stehen würde.

Zu den Gedankenspielen über einen Abschluss der Spielserie 2019/2020 gehört unter anderem der Plan, dass die vier aufstiegswilligen Mannschaften von VSG Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus und Hertha BSC II auf neutralem Boden in Erfurt in einem Vierer-Turnier unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Nordost-Staffelsieger ermitteln. Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Spieltermin am Pfingst-Wochenende

Fothe erklärte nun, dass es erste Gespräche mit dem MDR gegeben habe, der live berichten würde. Der Sender hatte sich vor der Saison für 250.000 Euro die Übertragungsrechte gesichert. Als Spieltermin ist das Pfingst-Wochenende im Gespräch. Demnach sollen am Samstag, 30. Mai, in einem Halbfinale die beiden Endspielgegner ermittelt werden. Das Finale um den Staffelsieg ist für Montag, 1. Juni, geplant. Möglich wäre auch ein Turnier im Modus jeder gegen jeden. Würde sich der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) mit seinen Vereinen auf eine dieser Varianten einigen, stünde das Steigerwaldstadion bereit. „Letztlich entscheidend ist jedoch, dass wir eine Freigabe durch das Gesundheitsamt bekommen. Generell würden wir uns freuen, Gastgeber zu sein“, so Fothe.

Vereine zeigen sich skeptisch

In der kommenden Woche will sich der NOFV mit den Clubs verständigen. Allerdings sind die Vorbehalte groß. „Über ein Vierer-Turnier zu reden, finde ich völlig absurd. Wir wünschen uns eine sportliche Entscheidung. Ist diese nicht möglich, sind wir Erster und sehen uns als ersten Anwärter auf den Staffelsieg", sagte Altglienickes Trainer Karsten Heine im Fachmagazin Kicker. Auch Lok Leipzig äußert sich skeptisch. „Ich denke nicht, dass wir noch mal trainieren“, sagte Trainer Wolfgang Wolf der Leipziger Volkszeitung. Der Coach geht weiter von einem Saisonabbruch aus: „Solange nichts entschieden ist, kehren wir nicht zurück auf den Platz. Wofür sollen wir auch trainieren?“ Dagegen befürwortet Energie Cottbus ein solches Szenario.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren