FC Carl Zeiss Jena bekommt in Magdeburg sechs Tore eingeschenkt

Magdeburg.  Der 1. FC Magdeburg hat vor 17.095 Zuschauern ausgerechnet gegen den FC Carl Zeiss Jena seinen Negativlauf mit einem 6:2-Sieg beendet.

Der Magdeburger Marcel Costly (vorn unten) erzielt in dieser Szene das 2:1 für seine Mannschaft.

Der Magdeburger Marcel Costly (vorn unten) erzielt in dieser Szene das 2:1 für seine Mannschaft.

Foto: Frank Steinhorst www.Pressefotosteinhorst.de / Frank Steinhorst - Pressefoto

Gegen die unter Druck stehenden Magdeburger, die seit acht Ligaspielen nicht mehr gewonnen hatten, begannen die Jenaer zwar gut, ließen dann aber stark nach. Nachdem Daniele Gabriele die Thüringer nach feiner Vorarbeit von Julian Günther-Schmidt in Führung gebracht hatte (8. Minute), beschränkte sich der FCC auf die Defensive und offenbarte einmal mehr seine Abwehrschwäche bei Standards.

FCM-Kapitän Christian Beck per Kopf (24.) und der am langen Pfosten lauernde Marcel Costly (30.) drehten die Partie jeweils nach Eckbällen. Den Gästen, die während der ersten 45 Minuten noch weitere Großchancen der Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz zuließen, fiel kaum etwas ein. Erst kurz vor dem Pausenpfiff strahlte der FC Carl Zeiss zumindest wieder ein wenig Torgefahr aus.

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Thüringer, waren auf einmal auf Augenhöhe mit den Magdeburgern und glichen sogar aus. Nach einem Freistoß von Nico Hammann war Aytac Sulu in der 58. Minute mit dem Kopf zur Stelle – 2:2. Fast schien es so, als ob den Jenaern bei den nun verunsicherten Magdeburgern doch noch eine Überraschung gelingen könnte.

Doch ein unnötiges Foul von Kapitän Dominic Volkmer im eigenen Strafraum gegen den eingewechselten Sirlord Conteh bescherte den Hausherren einen Elfmeter, den Jürgen Gjasula zur erneuten FCM-Führung verwandelte (69.). Als Beck einen Konter zum 4:2 für Magdeburg abschloss, war die Begegnung entschieden (74.). Conteh erhöhte noch auf 5:2 und 6:2 (78./90.).

Tore: 0:1 Gabriele (8.), 1:1 Beck (24.), 2:1 Costly (30.), 2:2 Sulu (58.), 3:2 Gjasula (69./FE), 4:2 Beck (74.), 5:2, 6:2 Conteh (78./90.).

Aufstellung: Klingbeil setzte gegen Magdeburg wieder auf eine Viererkette. Außerdem musste er den verletzten Ole Käuper ersetzen. Neu ins Team rutschten gegenüber der Startaufstellung beim 0:2 gegen Meppen deshalb Marius Grösch und Anton Donkor. Pierre Fassnacht musste sich dagegen mit einem Bankplatz begnügen.

Jena: Coppens – Hammann, Sulu, Volkmer, Grösch (85. Kircher) – Obermair, Rohr (82. Bock), Kübler, Donkor (67. Mickels) – Gabriele, Günther-Schmidt.

Magdeburg: Behrens – Chahed (66. Conteh), Gjasula, Koglin, Perthel – Costly, Jacobsen, Preißinger (85. Laprevotte), Bell Bell – Beck, Bertram (77. Rother).

Bester Spieler: FCM-Kapitän Christian Beck. Die Jenaer liegen ihm einfach – zehn Tore in acht Spielen.

Am Rande: Cheftrainer Kenny Verhoene war doch beim Spiel und nicht bei den A-Junioren. Gemeinsam mit René Klingbeil überwachte er das Aufwärmen des Teams, nahm dann auch neben dem Teamchef auf der vorgezogenen Bank am Spielfeldrand Platz und gab teilweise lautstarke Kommandos.

Hinspiel: Am 7. Spieltag hatten die Jenaer beim 1:1 gegen den FCM noch ihren ersten Punkt in dieser Saison geholt.

Tabelle: Durch die Niederlage ist der FC Carl Zeiss weiter Tabellenletzter. Der Abstieg rückt immer näher.

Nächste Partie: Am kommenden Sonnabend empfängt der FC Carl Zeiss Jena im Ernst-Abbe-Sportfeld 1860 München (Anstoß 14 Uhr).