FC Carl Zeiss Jena: Selbst dem Kapitän droht die Bank

Jena  Sieben Fragen, sieben Antworten: Der FC Carl Zeiss Jena tritt heute Abend gegen den 1. FC Magdeburg an – aber wie?

Bittere 1:5-Heimpleite beim letzten Aufeinandertreffen im April 2018: FCC-Kapitän René Eckardt (links) sah mit seinem Team keinen Stich gegen Philip Türpitz und die Magdeburger.

Bittere 1:5-Heimpleite beim letzten Aufeinandertreffen im April 2018: FCC-Kapitän René Eckardt (links) sah mit seinem Team keinen Stich gegen Philip Türpitz und die Magdeburger.

Foto: Tino Zippel

Nach sechs Spielen ohne Punkt strebt der FC Carl Zeiss Jena am Montagabend die Trendwende gegen den 1. FC Magdeburg an (Anstoß 19 Uhr). In welcher Formation mit welchem Personal Lukas Kwasniok am Montag auflaufen will, darüber hüllt er sich in Schweigen. Klar ist aber, dass er mehrere Umstellungen in der Startelf plant.

Spielen die beiden Zugänge der vergangenen Woche?

Verteidiger Dominic Volkmer ist gesetzt. Auch Manuel Maranda soll von Beginn an auflaufen, doch noch liegt keine Spiel­genehmigung vor. Hintergrund ist der Rechtsstreit zwischen dem FC Wacker Innsbruck und dem FC Barnsley, der zwar einen Transfervertrag über 500.000 Euro avisiert, aber nicht umgesetzt hatte. Beide Klubs haben den Jenaern schriftlich versichert, dass sie keine Rechte an dem Spieler halten. Der Deutsche Fußball-Bund wird am Montag entscheiden, ob diese Erklärungen genügen, um ihn für den FC Carl Zeiss zuzulassen.

Kommt noch kurzfristig ein weiterer neuer Spieler?

Am heutigen Montag schließt die Transferliste. Danach dürfen nur noch vereinslose Spieler unter Vertrag genommen werden. Von ursprünglichen Überlegungen, noch einen Sechser zu verpflichten, sind die Jenaer am Ende der vergangenen Woche abgerückt. Der Kandidat hat aber bislang keinen anderen Vertrag unterschrieben.

Welche Spieler müssen auf die Bank?

Das hängt davon ab, ob Marandas Spielgenehmigung recht­zeitig eintrifft. Wenn er spielt, dann wird Verteidiger Maximilian Rohr wohl eine Position nach vorn ins defensive Mittelfeld rutschen. Damit wird es selbst für den Ex-Magdeburger Nico Hammann und sogar für Mannschaftskapitän René Eckardt eng.

Andere Variante: Kwasniok bleibt wie in Meppen bei der Fünferkette. Selbst unter diesen Umständen wird für den zuletzt unsicheren Marius Grösch wohl nur ein Platz auf der Bank bleiben. Stürmer Meris Skenderovic, in Meppen völlig abgetaucht, muss sich hinten anstellen. Nicht im Kader wird Marian Sarr stehen, der wie Pierre Fassnacht und Maximilian Weiß am Samstag für die zweite Mannschaft beim 3:2-Auswärtssieg aufgelaufen ist.

Welche Spieler haben eine Chance verdient?

Trainer Kwasniok hat den jungen Stürmer Niclas Jahn zuletzt oft gelobt. In seinen Kurzeinsätzen zeigte er stets engagierte Leistungen. Reicht es heute für die Startelf? In Punktspielen kam der flexible, kampferprobte Dominik Bock noch gar nicht zum Einsatz. Er kann sowohl offensiv, a­ber auch als rechter Verteidiger spielen.

Wie erwartet der 1. FC Magdeburg den FC Carl Zeiss Jena?

Trainer Stefan Krämer berichtete auf der Pressekonferenz, dass er das Jenaer Training beobachten ließ. Ob der FCC deshalb am Wochenende auswärts trainierte? „Wir richten uns auf eine Wenn-Dann-Strategie ein, um nicht unvorbereitet zu sein“, sagte Krämer im Hinblick auf die unklare Formation des Gegners. Er hatte einst in Jena mit Arminia Bielefeld eine spektakuläre Partie mit 3:4 verloren. Ansonsten spricht die jüngste Bilanz klar für Magdeburg. Den letzten Sieg holten die Jenaer 2004.

Wie viele Zuschauer erwarten die Jenaer im Paradies?

Der Vorverkauf für die Partie läuft gut. Der Gästeblock wird mit 1350 Fans ausverkauft sein. Die Jenaer Verantwortlichen rechnen mit insgesamt 8000 Zuschauern. Karten gibt es noch an der Tageskasse. Der FCC empfiehlt, rechtzeitig anzureisen. Das Stadion öffnet um 17.30 Uhr. Zuschauer aus Jena sollten wegen begrenzter Parkplatzkapazitäten den Nah­verkehr nehmen, der Sonder­züge auf den Straßenbahn-Linien einsetzt. Für Zeiss-Fans bleibt das Paradies westlich der Saale gesperrt.

Wird das Ostduell live im Fernsehen gezeigt?

Eine Übertragung im frei empfangbaren Fernsehen wird es nicht geben, weil die dritten Programme nur die Lizenz für zwei Samstagpartien pro Spieltag haben. Der Streamingdienst Magentasport zeigt die Partie live.

FC Carl Zeiss Jena – 1. FC Magdeburg, Montag, 19 Uhr

Lukas Kwasniok macht den kompletten Schnitt beim FC Carl Zeiss Jena

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