„Ruhe ist die Basis des Erfolgs“: FCC-Trainer Kwasniok hält an Strategie fest

Jena  Auch gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig will Lukas Kwasniok, Trainer des Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena, an seiner Spielidee festhalten.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok sieht den Gegner Eintracht Braunschweig als Aufstiegsfavoriten, der am letzten Spieltag gegen 1860 München mit Glück 2:1 gewann.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok sieht den Gegner Eintracht Braunschweig als Aufstiegsfavoriten, der am letzten Spieltag gegen 1860 München mit Glück 2:1 gewann.

Foto: imago/Kirchner/Marco Steinbrenner

Lukas Kwasniok gab den Unbeirrbaren. Denn auch nach der 0:2-Niederlage am Sonnabend bei Preußen Münster will der Trainer des FC Carl Zeiss Jena an seiner grundlegenden Spielidee festhalten. Den punktlosen Auftakt will er indes nicht überbewerten. Dergleichen seien Zwischenergebnisse, die man eben in Kauf nehmen müsse, wenn man denn das Endziel, das Endprodukt, erreichen möchte, welches da lautet: den Gegner dominieren.

„Du bewertest Siege oder Niederlagen anders, wenn du dich auf das große Ziel fokussierst“, sinnierte der Coach, der auch darauf verwies, dass in diesen schnelllebigen Tagen die Tugend der Geduld schlichtweg abhandengekommen sei. Stattdessen würde man punktuelle Rückschläge regelrecht ins Rampenlicht bugsieren, monierte der Trainer. Große Vereinstradition, enorme Erwartungen von außen – da helfe es nur, wenn man denn die Ruhe bewahren würde. „Die Ruhe ist die Basis des Erfolgs“, betonte Kwasniok. Dergleichen habe seinem Team auch schon im vergangenen Jahr während des Abstiegskampfes geholfen. „Nach zwei Spieltagen sind wir meilenweit von einer unruhigen Situation entfernt“, betonte der Trainer des FCC leicht schelmisch, der damit auch auf die Frage eines Journalisten unmittelbar nach der Niederlage gegen Preußen Münster anspielte.

Am Dienstag nun, am 3. Spieltag, gastiert Tabellenführer Eintracht Braunschweig im Ernst-Abbe-Sportfeld. Und der Coach macht keinen Hehl daraus, dass die Gäste aus Niedersachsen für ihn zweifelsohne ein Aufstiegskandidat sind. Ein starkes Team, natürlich, und doch wollte er partout nicht irgendwelche Lobhudeleien auf die Löwen aus eben Braunschweig anstimmen. „Normalerweise hätte 1860 München zur Halbzeit 3:0 führen müssen“, relativierte Kwasniok. Letztlich habe Braunschweig am vergangenen Spieltag mit sehr viel Glück gewonnen. Das Team von Trainer Christian Flüthmann siegte in den heimischen Gefilden am Ende 2:1, gewann zum Auftakt der Saison 4:2 in Magdeburg. „Sie hatten Glück, wir hatten sehr viel Pech, dennoch denke ich, dass wir nicht so weit voneinander entfernt sind. Wir stellen uns nicht hinten hinein. Wir werden versuchen, ihnen unser Spiel aufzudrücken. In der vergangenen Saison wäre das noch nicht möglich gewesen“, erläuterte Lukas Kwasniok.

Ob Kapitän René Eckardt am Dienstag in das Geschehen eingreifen wird, konnte in Gänze seitens des Trainers am Montag nicht beantwortet werden. „Er wird am Nachmittag auf den Platz gehen, um zu testen. Natürlich hoffe ich, dass er spielen wird“, gab sich Kwasniok optimistisch, der zum Abschluss noch eine ewige Wahrheit aus der illustren Welt des Fußballs kredenzte. „So lange wir den Ball haben, kann der Gegner seine Offensivpower nicht entfalten“, sagte Lukas Kwasniok, dem es nicht nur um das nackte Überleben in der 3. Liga geht, sondern in erster Linie darum, eine klare Spielstrategie zu entwickeln – und zwar auch gegen die Eintracht aus Braunschweig.

Carl Zeiss Jena – Braunschweig, heute, 19 Uhr

Hinweise für die Besucher

  • Für die Gästefans ist für die An- und Abreise der Bereich westlich der Saale im Paradies-Park vorgesehen. Jenaer Fans, die aus Richtung Innenstadt oder Bahnhof „Jena-Paradies“ zum Stadion gelangen wollen, werden gebeten, den Weg über den Märchenbrunnen/Oberaue zu nutzen.
  • Die Zugänge werden für die Heimfans ab 17.30 Uhr geöffnet. Die Tageskassen öffnen 17.15 Uhr.
  • Die Parkanlage Paradies wird für den Publikumsverkehr ohne Fußballbezug frei bleiben, hier kann es jedoch einsatzbedingt zu kurzzeitigen Sperrungen durch die Polizei kommen.
  • Der Verein empfiehlt, auf den Nahverkehr zurückzugreifen. Die Eintrittskarte zum Spiel gilt im Zeitraum von zwei Stunden vor Spielbeginn bis zwei Stunden nach Abpfiff als Fahrschein für Busse und Bahnen.
  • Aufgrund der Sicherheitskontrollen wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Am Stadion wird es die Möglichkeit für eine Taschenabgabe geben.

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