Übergangsspiel für FC Carl Zeiss Jena

Jena  Während die Verhandlungen mit Timo Rost an den Kräften zehren, reist das Team mit Interimscoach Christian Fröhlich nach Kaiserslautern. Die wichtigsten Fakten vor dem Spiel.

Zeiss-Verteidiger Manuel Maranda (rechts) im Kopfballduell mit Duisburgs Vincent Vermeij.

Zeiss-Verteidiger Manuel Maranda (rechts) im Kopfballduell mit Duisburgs Vincent Vermeij.

Foto: Tino Zippel

Vor der Partie des FC Carl Zeiss Jena beim 1. FC Kaiserslautern haben wir die wichtigsten Fakten zusammengefasst. Eines ist sicher: Der neue Trainer startet frühestens am Sonntag in Jena.

Trainerfrage I: Die Verhandlungen mit dem designierten Nachfolger von Lukas Kwasniok gestalten sich kräftezehrend. Dennoch scheinen alle Details besprochen, der Trainer muss nur noch unterschreiben. Timo Rost (41) tritt heute mit seinem bisherigen Arbeitgeber Spielvereinigung Bayreuth beim TSV Rain/Lech an und kann somit frühestens am Sonntag in Jena vorgestellt werden. Der Kontrakt soll bis Sommer 2021 laufen, auch in der Regionalliga gelten und eine Ausstiegsklausel gegen Ablöse bei Anfragen höherklassiger Klubs enthalten. Auch will der Neue mindestens einen Vertrauten mit ins Paradies bringen.

Trainerfrage II: Am Sonnabend sitzt Christian Fröhlich (41), Trainer der zweiten Jenaer Männermannschaft, beim Gastspiel in Kaiserslautern auf der Bank. Er sprach sehr leise auf der Pressekonferenz am Freitag. Er habe eine „sehr ruhige, sehr bedachte, fast ängstliche Mannschaft vorgefunden“. Grundlegend habe er nichts geändert, weil Veränderungen aus seiner Sicht mehr Zeit benötigen. Nach den vier Tagen mit dem Team kommt er zur Einschätzung, dass es möglich sei, aus dem Kader eine Mannschaft zu formen. „Beim einen oder anderen fehlt ein Stück weit einiges, um nachhaltig sagen zu können, ich bringe die Leistung und Konstanz für Jena zum jetzigen Zeitpunkt. Da ist noch einige Luft nach oben“, sagt Fröhlich und sieht großes Entwicklungspotenzial bei den Spielern. „Einige verlassen sich zu sehr auf ihr Talent.“ Entsprechend machte er zum Motto, nicht so viel zu sprechen, sondern jeder solle sich auf seine Leistung konzentrieren.

Aufstellung:Fröhlich lässt sich nicht in die Karten schauen. Aus seinen Worten ist aber zu deuten, dass er die Startelf erneut umstellen wird.

Kader: Julian Günther-Schmidt fällt wegen seiner Knieverletzung aus. Schon zuletzt, als er auf der Bank saß, berichtete er von großen Problemen und bedauerte den zu frühen Einstieg nach der Verletzung im Pokalspiel. „Er sieht sich bei 60 Prozent. Da haben wir gemeinsam entschieden, dass er nicht im Kader steht, sondern die Verletzung kuriert“, sagt Fröhlich, der auch auf Justin Schau (Gesichtsbruch) und Eroll Zejnullahu (Leistenbeschwerden) verzichten muss.

Gegner: Fröhlich wollte sich nicht zum 1. FC Kaiserslautern äußern. Es müsse Motivation sein, in einem solch tollen Stadion zu spielen. Ängstlich dürfe das Team nicht sein, sondern müsse sich gegenseitig helfen. Der neue FCK-Trainer Boris Schommers bringt das Ziel gegen den Tabellenletzten auf den Punkt: „Wir spielen zu Hause und haben eine klare Vorstellung, die wir auf den Platz bringen wollen. Wir wollen aktiv sein und dem Gegner unseren Spielstil aufdrücken.“

Historie: Jena hat von fünf Spielen in Kaiserslautern erst eins gewonnen. Neben einem Unentschieden stehen drei Niederlagen in der Bilanz. Vorige Saison kamen die Ostthüringer in Lautern mit 1:4 unter die Räder. Mit Manfred Starke und Timmy Thiele spielen zwei Ex-Jenaer für den FCK. Thiele laboriert aber an einer gebrochenen Nase.

Fans: Etwa 500 Jenaer Zuschauer werden in Kaiserslautern erwartet. „Die Spieler müssen durch Einsatz den verspielten Kredit zurückerarbeiten“, sagt Interimstrainer Fröhlich.

Schiedsrichter: Bürokaufmann Tobias Reichel aus Stuttgart pfeift. Unter seiner Regie hat der FC Carl Zeiss einmal gegen den Halleschen FC gewonnen, einmal unentschieden in Rostock gespielt und zweimal gegen Magdeburg und den Halleschen FC verloren.

Fernsehen: Die Partie läuft live im MDR. Zudem überträgt der Bezahldienst Magentasport.

1. FC Kaiserslautern – FC Carl Zeiss Jena, Samstag 14 Uhr

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