DDR-Nationalspieler Jürgen Sparwasser unterstützt Erfurter Fußballschule

Erfurt.  Der FC Rot-Weiß Erfurt startet eine soziale Initiative und gewinnt den früheren DDR-Nationalspieler Jürgen Sparwasser als Pate. Das erste Camp findet am 29. März statt.

Jürgen Sparwasser, WM-Torschütze von 1974.

Jürgen Sparwasser, WM-Torschütze von 1974.

Foto: Winfried Mausolf

Volker Greuel hatte einst ei­nen berühmten Trainer. Beim Hessenligisten RW Walldorf kickte er unter der Regie von Jürgen Sparwasser. Demnächst kreuzen sich wieder ihre Wege. Der neue Vorstand Marketing der FC Rot-Weiß Erfurt Fußball GmbH lotst den früheren DDR-Nationalspieler für ein neues Projekt nach Thüringen. Sparwasser wird die Fußballschule unterstützen, die der Oberligist im Frühjahr etablieren will.

„Jürgen Sparwasser wird zu den Trainingscamps an zwei Tagen dabei sein“, sagt Greuel. Mit dem Beginn der Osterferien soll das erste Camp am 29. März an den Start gehen. Mit dem neuen Projekt will der Oberligist aber weder Talente sichten, noch anderen Vereinen den besten Nachwuchs abspenstig machen. „Das ist ausdrücklich nicht unser Ziel. Mitmachen kann bei uns jeder aus dem Altersbereich zwischen sechs und 13 Jahren, der Spaß am Fußball hat“, sagt Greuel.

Mit dem Startschuss der neuen Fußballschule möchte der Club nach den turbulenten Jahren der Insolvenz seine soziale Kompetenz stärken. Aus diesem Grund stellte der FC Rot-Weiß gleichzeitig seine Initiative „Rot-weiße Brücken“ vor, für die Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) seine Schirmherrschaft zugesagt hat.

Geschenke an Kinderstation des Helios-Klinikums

Mit der Kampagne soll der FC Rot-Weiß noch stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken und hat erste Projekte konkret benannt. Schon zu Weihnachten wollen die Spieler der ersten Mannschaft die Kinder der onkologischen Station des Helios-Klinikums Erfurt mit Geschenken überraschen. Man werde die persönliche Übergabe nachholen, sobald dies die Corona-Lage zulasse, erklärte Kapitän Andrej Startsev.

Bereits zum Oberliga-Heimspiel gegen den VfL Halle hatte der vereinseigene Sender RWE.tv zu Spenden aufgerufen. Die Erlöse gingen damals an die Elterninitiative tumorerkrankter Kinder Suhl/Erfurt. Nun soll die Zusammenarbeit ausgebaut werden. Auch sonst könne man sich beim FC Rot-Weiß melden, wenn Unterstützung benötigt wird. Wo man helfen könne, werde man das auch tun, betont Greuel.

Kostenlose Teilnahme für Kinder aus benachteiligten Familien

Jener soziale Aspekt steht für ihn auch bei der Fußballschule vornan. Mit der Stadt ist vereinbart, dass ausgewählte Kinder aus benachteiligten Familien kostenlos an den Camps teilnehmen können. Trainer Manuel Rost und Spieler der ersten Mannschaft werden mit auf dem Platz stehen oder Autogrammwünsche erfüllen. Den Abschluss bildet ein Turnier im Steigerwaldstadion. Geplant ist, dass die Fußballschule künftig auch in anderen Thüringer Regionen gastiert