Erfurter Fußball-Legenden wollen Verein helfen

Erfurt.  Die Fußball-Legenden Jürgen Heun, Martin Busse, Wolfgang Benkert und Ronny Hebestreit arbeiten künftig im Ehrenrat des FC Rot-Weiß Erfurt mit.

Ehrenpräsident Klaus Neumann mit Wolfgang Benkert, Jürgen Heun, Martin Busse und Dieter Steiger (von links) vom Ehrenrat.

Ehrenpräsident Klaus Neumann mit Wolfgang Benkert, Jürgen Heun, Martin Busse und Dieter Steiger (von links) vom Ehrenrat.

Foto: Frank Steinhorst

Vier Erfurter Fußball-Legenden haben dem FC Rot-Weiß beim Weg aus der Talsohle ihre Unterstützung zugesagt und sind von sofort an neue Mitglieder des Ehrenrates des Regionalligisten. „Wir wollen mit unserer Bekanntheit helfen, dass der Club wieder positive Schlagzeilen schreibt“, sagte Ex-Nationalspieler Martin Busse, der wie Jürgen Heun, Wolfgang Benkert und Ronny Hebestreit dem Gremium angehören wird. Mit Gerrit Gritzko ist erstmals eine Frau im Ehrenrat vertreten.

Jürgen Heun (61) erzielte in 400 Oberliga-Einsätzen stolze 131 Tore für Erfurt, weshalb er auch mehr als ein Vierteljahrhundert nach seinem Karriereende das Steigerwaldstadion als sein Wohnzimmer bezeichnet. Obwohl sich der Club zuletzt im Sturzflug befand, habe er zugesagt. „Entscheidend ist, dass künftig alle an einem Strang ziehen und Ruhe einkehrt“, sagte Heun: „Irgendwann wollte ich dem Club auch etwas zurückgeben.“ Wolfgang Benkert (68), der einst in 256 Oberliga-Duellen im Erfurter Kasten stand, erklärte, man wolle die sportliche Kompetenz nutzen, um für den Verein vielleicht sonst verschlossene Türen zu öffnen. Ohnehin sind viele der RWE-Oldies nach wie vor für den FC Rot-Weiß am Ball – in den Alten Herren. Torjäger Heun ist sozusagen deren Sportlicher Leiter und organisierte in diesem Jahr 22 Spiele. Vielleicht auch deshalb liegt ihm der Nachwuchs am Herzen. Man müsse wieder dahin kommen, dass die Junioren in der Bundesliga spielen. Und er hat einen Traum: „Es wäre schön, wenn irgendwann wieder fünf, sechs echte Erfurter in der ersten Mannschaft spielen.“

Auch Martin Busse (61) ist nach wie vor nah dran am Geschehen. Fast jedes Punktspiel verfolgt er im Stadion. Beim 1:1 gegen Altglienicke habe er eine deutlich bessere Leistung gesehen. „Aber der Weg nach oben ist noch lang“, sagte Busse. Um diesen Prozess zu beschleunigen, dafür wollen nun die Erfurter Fußball-Legenden mit anpacken.

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