Erster RWE-Sieg für Krüger war reine Nervensache

Erfurt.  Trainer Robin Krüger vom FC Rot-Weiß Erfurt erklärte sachlich, fast schon ziemlich nüchtern, das 1:0 (1:0) gegen Viktoria Berlin.

In der Jubeltraube nicht zu sehen, ist Erfurts Torschütze Alexander Schmitt, welcher den Siegtreffer für den FC Rot-Weiß erzielte.

In der Jubeltraube nicht zu sehen, ist Erfurts Torschütze Alexander Schmitt, welcher den Siegtreffer für den FC Rot-Weiß erzielte.

Foto: Sascha Fromm

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Dieser Sieg war für den Verein wahnsinnig wichtig“, sagte der 30-Jährige, der vor drei Wochen das Amt beim Regionalligisten übernommen hatte und seitdem in vier Pflichtspielen ungeschlagen ist. Dabei erlebten die 2742 Fans in den Schlussminuten noch eine Zittereinlage, bei der Erfurt aber die Nerven behielt.

Dass der Mannschaft nach zwei schwer erkämpften Unentschieden nun der erste Sieg seit fast sieben Wochen gelungen ist, ließ auch Selim Aydemir strahlen. „Es ist überragend. Das war ein großer Schritt für uns“, sagte der Angreifer angesichts des vierten Dreiers in dieser Serie. Dabei fielen Kapitän Novy (Pferdekuss) und Morten Rüdiger (Knieverletzung) sogar kurzfristig aus.

Trotzdem schaffte der FC Rot-Weiß es, das Berliner Bollwerk mit erst 13 Gegentreffern in 17 Spielen zu knacken. Marc Brasnic bediente auf der rechten Seite den umtriebigen Alexander Schmitt, der von der aus 17 Metern abzog und ins lange Eck zum 1:0 traf (22.).

Ein paar Minuten vorher hatte Rico Gladrow mit seinem Schuss das erste Achtungszeichen gesetzt, weshalb die Führung alles andere als überraschend kam. Der erlösende Treffer wirkte wie ein Motor. Denn Aydemir versuchte es plötzlich mit einem Heber aus fast 40 Metern (32.), bevor Gladrow im Strafraum wirbelte, eben nur keinen Abnehmer für seinen Ball fand (42.). Das harte Stück Arbeit stand den FC Rot-Weiß aber erst noch bevor. Ein wenig erinnerte das Auftreten der Viktoria an viele Erfurter Spiele in dieser Saison. Die Berliner versuchten Druck zu machen, kamen jedoch mangels Kreativität selten zu zwingenden Chancen. Aber dennoch musste man jederzeit mit einem Gegentreffer rechnen.

Nicht umsonst gelang Viktoria bislang in 18 Spielen erst 18 Tore. Es hätte für Erfurt ein ruhiger Nachmittag werden können, wäre das 2:0 gelungen. So aber wurde Berlin immer mutiger. „Die letzten 30 Minuten mussten wir hart kämpfen“, sagte Krüger und meinte damit vor allem die 88. Minute, als Keeper Jannick Theißen das 1:1 verhinderte.

Aber in den letzten Minuten behielt Erfurt den Kopf oben und geriet nicht mehr ins Schwimmen. „Das hat heute riesigen Spaß gemacht“, sagte der 30-Jährige: „Jetzt wollen wir auch bei Lok Leipzig nachlegen“, sagte Krüger über das letzte Spiel des Jahres am Sonntag beim Tabellenzweiten.

Alexander Schmitt (Rot-Weiß Erfurt): „Einfach mal drauf gehalten“

Dort bleibt Wolfgang Wolf bis zum Saisonende Trainer. Das hatte er selbst im Rahmen der Weihnachtsfeier am Samstagabend bekanntgegeben. Damit bleibt der frühere Bundesliga-Coach Sportdirektor und Trainer in Personalunion. Wolf hatte das Amt Mitte Oktober übernommen und liegt jetzt zwei Punkte hinter dem Ersten Cottbus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.