Gökkurt muss gehen, Pinder übernimmt beim ZFC Meuselwitz

Meuselwitz.  Es hatte sich angedeutet, nun verkündet Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz einen sofortigen Wechsel auf der Trainerposition.

Koray Gökkurt ist ab sofort nicht mehr Trainer beim ZFC Meuselwitz.

Koray Gökkurt ist ab sofort nicht mehr Trainer beim ZFC Meuselwitz.

Foto: Tino Zippel

Nun also doch – acht sieglose Spiele in Folge und der Absturz auf Tabellenplatz 17 waren zu viel für das Präsidium: Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz hat Koray Gökkurt von seiner Funktion als Cheftrainer entbunden, bis auf Weiteres wird Vize-Präsident Holm Pinder das Team leiten.

„Da Fußball leider ein Ergebnissport ist, haben wir uns dazu entschlossen, auf der Trainerposition für einen neuen Impuls zu sorgen“, sagte Sportdirektor Frank Müller. Dieser teilte am Montagabend dem gebürtigen Flensburger Gökkurt, der erst im Sommer vom Nachwuchsleistungszentrum von Viktoria Köln nach Ostthüringen wechselte, die Entscheidung mit.

Acht sieglose Spiele nicht akzeptabel

Zuvor beriet sich die Führungsriege knapp zwei Stunden intensiv, wie Präsident Hubert Wolf auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilte. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, da wir Koray Gökkurt als Mensch sehr schätzen. Er hat viel Energie in seine Arbeit gesteckt, aber die Leistungen auf dem Platz gaben das nicht wieder. Im bezahlten Sport sind acht Spiele ohne Erfolg gerade für uns als kleinen Verein nicht akzeptabel, Fleiß alleine ist da zu wenig“, sagte der enttäuschte Vereinschef.

Besonders die „unnützen Punktverluste“ gegen TeBe Berlin, Auerbach und Babelsberg ärgern ihn. „Die Mannschaft agierte zuletzt zu liederlich, muss zwingend eine Schippe drauflegen.“

Den Spielern wurde die Entscheidung am Dienstag verkündet. Die Stimmung sei laut Wolf gefasst gewesen, jeder wisse, dass er mit seiner Leistung zu dem Schritt beigetragen habe.

Holm Pinder kennt Verein viele Jahre

„So hart es ist, aber die Ansage an das Team muss nun sitzen. Die Spieler haben den Trainerwechsel durch ihr Auftreten auf dem Platz mit herbeigeführt, nun erwarte ich eine entsprechende Reaktion“, so Wolf.

Diese müsse bestenfalls am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Union Fürstenwalde erfolgen. Dann, erstmals seit sechs Jahren, mit Trainer Holm Pinder an der Seitenlinie. Der 49-jährige Inhaber einer A-Trainer-Lizenz kennt den ZFC lange und gut, war in Meuselwitz bereits als Nachwuchstrainer und von 2011 bis 2014 als Chef der Regionalligamannschaft tätig.

Als Spieler schaffte er es mit dem VfB Leipzig bis in die 2. Bundesliga. „Holm Pinder ist aufgrund seiner Erfahrung momentan die richtige Lösung. Wir werden allerdings parallel den Markt beobachten und mögliche Bewerbungen prüfen. Ein neuer Trainer muss zu uns passen“, so Hubert Wolf.