Julian Knoll bleibt im Tor von Rot-Weiß Erfurt

Erfurt  Der Trainer vom FC Rot-Weiß Erfurt, Thomas Brdaric, stärkt gegen Meuselwitz seinem jungen Schlussmann Julian Knoll trotz seines Patzers im Spiel gegen Auerbach den Rücken.

Der Erfurter Torhüter Julian Knoll bekommt auch gegen Meuselwitz seine Chance.

Der Erfurter Torhüter Julian Knoll bekommt auch gegen Meuselwitz seine Chance.

Foto: Sascha Fromm

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Die meisten Positionen in der Stammformation des FC Rot-Weiß Erfurt sind mit dem Saisonstart vergeben worden. Im Tor aber ist (noch) völlig offen, wer die Nummer eins beim Regionalligisten ist. Trotzdem hat sich der Trainer festgelegt. „Julian Knoll wird am Mittwoch gegen Meuselwitz von Beginn an spielen“, sagte Thomas Brdaric, nachdem der 20-Jährige beim jüngsten 2:1 gegen Auerbach mit einem Patzer den Anschlusstreffer einleitete.

Brdaric aber schaut nicht alleine auf diese Szene. „Seine Leistung war grundsätzlich gut. Wer mutig ist, darf auch mal einen Fehler machen. Deshalb tausche ich nicht jedes Mal einen Spieler aus“, sagte der RWE-Trainer, der dennoch durchaus reagiert, wenn aus seiner Sicht die Notwendigkeit besteht. Lukas Cichos war der Mann, der in den ersten drei Spielen mit neun Gegentoren zwischen den Pfosten stand, aber den Trainer nicht vollends überzeugen konnte. Hinzu kam die Situation in Cottbus (3:5), als er durch eine Unaufmerksamkeit den Gastgebern das zwischenzeitliche 3:2 ermöglichte.

„Die Resultate hatten nicht gerade dafür gesprochen, dass wir unbedingt an einer Nummer eins festhalten müssen“, sagte Brdaric. Dabei bringt der 23-jährige Cichos mit einer Körpergröße von 1,91 Meter die weitaus größere Erfahrung als Knoll mit. In der vergangenen Serie stand er in 30 Regionalliga-Spielen im Tor und verpasste lediglich vier Einsätze aufgrund einer Rippenprellung.

Für Julian Knoll hätte es derweil beim ersten Punktspielsieg gegen den VfB Auerbach (2:1) ein schöner Abend werden können. Denn nach seinem Einsatz im Landespokal in Heiligenstadt (5:0) und guten Trainingsleistungen durfte er erstmals in dieser Regionalliga-Serie von Beginn an spielen. Allerdings schob er weit vor seinem Tor den Ball dem Gegner vor die Füße, der sich mit einem Treffer bedankte (58.) und so eine spannende Schlussphase einläutete. „Dieser Bock von mir war natürlich sehr ärgerlich. Das darf nicht passieren“, sagte der 1,92 Meter große Torhüter, der im Januar 2018 beim 3:1 gegen den 1. FC Magdeburg bereits ein Drittligaspiel für den FC Rot-Weiß bestritt.

Auch Thomas Brdaric wäre eine fehlerfreie Leistung natürlich lieber gewesen. „Julian muss aus dieser Situation lernen“, sagte der Erfurter Trainer, der den Tausch vor allem auch mit den starken Trainingsleistungen eines Julian Knoll begründete: „In den vergangenen zwei Wochen hat er mir sehr gut gefallen. Deshalb hat er auch den Vorzug bekommen.“

Knoll war sich nach dem Schlusspfiff gegen Auerbach nicht sicher, ob er tatsächlich im Derby gegen Meuselwitz zum Einsatz kommen würde: „Das wäre schön. Denn ich fand meine Leistung gegen Auerbach von dem Patzer abgesehen gar nicht so schlecht.“ Nun aber hat der Trainer den Einsatz bestätigt. Allerdings sitzt ihm Lukas Cichos im Nacken, der ebenso spielen will. Und Brdaric scheint bei aller Treue der Konkurrenzkampf zu gefallen: „Niemand darf sich zu sicher sein.“

FC Rot-Weiß Erfurt – ZFC Meuselwitz, Mittwoch, 19 Uhr, Steigerwaldstadion

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