Wacker-Trainer Scholz: „Bei der Aufstellung kann ich fast losen“

Nordhausen  Wacker-Trainer Heiko Scholz hat zwei Wochen vor Saisonstart viel Spaß an seiner Mannschaft. Heute Doppeltest gegen Kassel und Kreisauswahl.

Heiko Scholz

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Foto: Holger John

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Nur noch zwei Wochen bis zum Saisonstart: Am 27. Juli trifft Wacker Nordhausen auf Regionalliga-Neuling Chemie Leipzig. Mit der Form seiner Männer ist Coach Heiko Scholz nach beinharten Trainingseinheiten sehr zufrieden. Am heutigen Samstag testet er doppelt. Erst ab 14 Uhr gegen Hessen Kassel im Albert-Kuntz-Sportpark, dann ab 18 Uhr gegen eine Nordhäuser Kreisauswahl in Ellrich.

Seit dem 1. Januar trainieren Sie Wacker Nordhausen. Welche Fortschritte erkennen Sie im Vergleich zu ihrem ersten Trainingslager im Winter in der Türkei?

Wir haben jetzt ein halbes Jahr gehabt, um uns aneinander zu gewöhnen. Ich trainiere eine wirklich geile Mannschaft, die so viel Niveau hat. Ich hatte noch nie so viele junge Spieler von guter Qualität. Die Oberliga hilft uns da sehr bei der Ausbildung. Dazu haben wir sehr wenig Muskelverletzungen. Diese Truppe ist echt trainierbar.

Was kommt in der neuen Saison dabei raus?

Bisher läuft es ganz entspannt im Training. Der Stress beginnt dann in zwei Wochen mit dem Ligaalltag. Es geht gegen Chemie Leipzig gleich mit einer schwierigen Aufgabe los. Das ist ein Neuling mit seiner Euphorie immer. Die Chemiker sind ein reiselustiges Völkchen. Wir dürfen da 2000 Fans oder mehr erwarten. Aber zu Hause sind wir in der Liga auf jeden Fall schon mal zum Siegen verdammt.

Was haben Sie in den letzten Wochen trainiert?

Viel Fitness. Das war richtig hart, aber der viele vergossene Schweiß wird uns noch helfen. Wir sind beim 4-4-2-System geblieben, haben alle Arten von Pressing und die Kampfzonen geübt. Wir können aus dem Ballbesitz und aus der Abwehr heraus gut spielen. Haben die richtigen Spielertypen dafür.

Es gab nur fünf Zugänge. Ist das nicht ein bisschen wenig?

Wir bauen auf die Truppe aus der Vorsaison, sind jetzt schon gut eingespielt. Und die Neuen werden uns sicher helfen.

Jan Löhmannsröben – ein neuer Führungsspieler – war zuletzt verletzt. Machte Ihnen das nicht ziemliche Sorgen?

Er trainiert wieder, macht Extraschichten und hat einen Teil des Rückstandes aufgeholt. Am Samstag wird er wieder spielen.

Wer ist noch aktuell verletzt?

Leon Gümpel hat gegen Nürnberg II wohl Glück gehabt. Auf dem MRT war nichts zu sehen. Es ist wohl nur eine Bänderdehnung im Knie. Für Stepan Korés tut es mir leid. Er kann erst nächste Woche wieder ins Lauftraining gehen. Er muss sich wieder hinten anstellen.

Haben Sie die erste Elf für den Start schon im Kopf?

Ich habe 18 Richtige. Bei der Aufstellung kann ich fast losen. In der Innenverteidigung sind Esdorf, Müller, Pluntke und Blume ebenso auf einer Höhe wie Kammlott, Pichinot, Mickels, Beil und Genausch im Sturm. Ich werde viel rotieren.

Bewerten Sie ihre Neuen?

Über Löhmi haben wir schon gesprochen. Er kann den Unterschied machen. Blume ist ein großartiger Kämpfer mit prima Charakter. Haritonov ist taktisch in Mainz sehr gut ausgebildet und wird uns noch Freude machen. Stauffer ist eine Maschine, echte RB-Schule.

Wer steht im Tor?

Die Position macht mir überhaupt keine Sorgen. Glinker hat wohl die Nase vorn. Guderitz ist sicher die Zukunft und Jokanovic kann ich immer bringen.

Am Samstagabend spielte Wacker noch vor rund 700 Zuschauern in Ellrich für den guten Zweck. Die Einnahmen des Benefizspiels gegen eine Nordhäuser Kreisauswahl gingen an die Jugendfeuerwehr in Ellrich. Dort soll ein Bekleidungspool eingerichtet werden. Wacker siegte am Ende standesgemäß mit 7:1 (3:1). Die Tore erzielten Genausch 2, Müller, Pichinot, Beil, Andacic und Chaftar per Elfmeter, denn Benjamin Maahs (Bleicherode) fast pariert hätte. Das Ehrentor für die Kreisauswahl machte Sebastian Drößler. Der Stürmer von Hannovera Niedersachswerfen schloss einen Konter mit einem tollen Lupfer zum 1:3 ab.

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