ZFC-Präsident: Nicht nur schön, sondern erfolgreich spielen

Meuselwitz.  Nach der 1:4-Niederlage im Heimspiel gegen Chemie Leipzig ist der Meuselwitzer Präsident Wolf mit der Vorstellung einiger Spieler unzufrieden

Amer Kadric (rot) wird vom ehemaligen Meuselwitzer Tarik Reinhard gestoppt. Am Ende jubeln die Leipziger über den Auswärtssieg.

Amer Kadric (rot) wird vom ehemaligen Meuselwitzer Tarik Reinhard gestoppt. Am Ende jubeln die Leipziger über den Auswärtssieg.

Foto: Mario Jahn

Ein Blick in die Gesichter von ZFC-Präsident Hubert Wolf und Trainer Koray Gökkurt verriet es: Hier und heute lief etwas ganz und gar nicht nach Plan beim Meuselwitzer Heimspiel gegen die BSG Chemie Leipzig.

Dabei führten die Hausherren bereits nach zwei Minuten durch einen Kullerball von Henrik Ernst. Ab da jedoch fehlte es dem Clubpräsident bei einigen Akteuren an Einsatzbereitschaft, unbedingtem Willen und eben auch an der nötigen Durchschlagskraft. Das Team habe junge, talentierte Fußballer – doch in so einem Regionalligaspiel gehören mehr Attribute dazu, als nur schön spielen zu wollen. Das gefiel ihm diesmal nicht und er habe es auch dem Trainer so mitgeteilt, sagt Hubert Wolf.

Leipzig effektiv im Abschluss

Mit Rudolf Gonzalez-Vass benannte er nur einen Spieler, der nicht überzeugen konnte. Er wurde in der Halbzeit durch Meuselwitz´ bisherigen Top-Torschützen Timo Mauer ersetzt. Verhindern konnte auch dieser die 1:4-Schlappe nicht. Der ZFC vergab eine Vielzahl von hochkarätigen Torchancen, Leipzig bestrafte dies eiskalt und humorlos.

Der Spielverlauf war somit umgekehrt zum letzten Heimsieg gegen die BSG im Jahr 2017. Damals führte Chemie durch einen Heinze-Treffer früh mit 1:0. Danach drehten die Zipsendorfer auf, siegten nach Toren von Lubsch, le Beau, Mäder und Brinkmann mit 4:1. Schon damals mit dabei: Luca Bürger. Auch er vergab am Freitag eine gute Gelegenheit zum Ausgleich.

Sonntagstraining mit Ansage

Diese Cleverness, ein Heimspiel über 90 Minuten zu gestalten und zu kontrollieren, haben wir noch nicht – diese Meinung teilt Koray Gökkurt und ließ dies alle Spieler bei der sonntäglichen Trainingseinheit wissen. Von Leipzigs Cheftrainer Miroslav Jagatic bekam Gökkurt ein dickes Lob für seine bisherige Arbeit in Meuselwitz. Dieses nahm er höflich an, seine Gedanken kreisten sicherlich woanders.