Thüringer Läufer des Jahres geehrt

Schnepfenthal.  Die Läufer des Jahres wurden am Freitag in Schnepfenthal ausgezeichnet. 54-Jährige bei den Frauen vorne.

Marcel Bräutigam (MItte), hier beim Erfurter Silvesterlauf mit Samsom Tesfazghi Hayalu (links) und Tom Förster (1384), gewinnt die Wahl unter der Fachjury und die unserer Leser.

Marcel Bräutigam (MItte), hier beim Erfurter Silvesterlauf mit Samsom Tesfazghi Hayalu (links) und Tom Förster (1384), gewinnt die Wahl unter der Fachjury und die unserer Leser.

Foto: Karina Hessland-Wissel

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Am Ende standen die Thüringer Läufer des Jahres in beiden Wertungen vorn. Marcel Bräutigam und Beate Ernst lagen bei der Fachjury aus Laufexperten des Freistaats ebenso vorn wie bei der Suche nach dem Publikumsliebling dieser Zeitung.

Im Internet wurden etwa 2000 Stimmen abgeben. Mehr als 808 Anhänger stimmten dabei für den Erfurter Marathon-Mann Bräutigam. Die Tambach-Dietharzer Ultra-Läuferin Beate Ernst kam auf 684 Stimmen. Dahinter positionierten sich Cora Blaue (Erfurter LAC), Karl Junghannß (LAC Erfurt Topteam), Sebastian Harz (SV Hermsdorf), Samson Tesfazghi (SV Sömmerda), Lena Posniak und Martin Grau (LAC Erfurt Topteam).

Den hölzernen Pokal für die Läufer 2019 gab es am Freitagabend in der GutsMuths-Gedächtnishalle in Schnepfenthal. Der 32 Jahre alte Polizist Bräutigam, der für den Rennsteiglaufverein antritt, konnte diesen aufgrund einer Grippe nicht entgegennehmen.

Bräutigam versuchte sich 2019 erstmals an den Ultradistanzen. Mit Erfolg, denn der gebürtige Großbreitenbacher schaffte Platz vier bei der 50-km-WM in Brasov in Rumänien. Mit der Mannschaft gab es noch Silber obendrauf. Zudem wurde Bräutigam deutscher 50-km-Meister, Rennsteiglauf-Zweiter im Supermarathon und Gewinner des Oberelbe-Marathons in Dresden.

Beate Ernst von Lauffeuer Fröttstädt glänzte mit ihren 54 Jahren auch auf den langen Distanzen. Sie gewann den Thüringen ultra über 100 km und den Bleichloch-Ultratrail über 85 km. Dazu kam Platz zwei bei der deutschen Berglaufmeisterschaft in Breitungen.

Natürlich wurde an dem festlichen Abend in Schnepfenthal mit rund 60 Gästen auch über das Laufen geredet. In der Podiumsdiskussion ging es um die Frage: Wohin läuft Thüringen? „Der Läufer sucht immer mehr nach Herausforderungen und schlammigen Extremen“, findet Organisator Gunter Rothe von Lauffeuer Fröttstädt.

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