Blau-Gelb-Weiß im Herzen: FCC-Mannschaftsleiter Uwe Dern wird heute 60 Jahre

Jena.  Uwe Dern feiert am Dienstag seinen 60. Geburtstag. Der Mannschaftsleiter ist eine der guten Seelen beim FC Carl Zeiss Jena, hat schon viele kommen und gehen sehen.

Mannschaftsleiter Uwe Dern reicht im Flieger spezielle FCC-Bordlektüre.

Mannschaftsleiter Uwe Dern reicht im Flieger spezielle FCC-Bordlektüre.

Foto: Peter Hagen

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Wer ins Ernst-Abbe-Stadion kommt und den Spielereingang benutzt, der stößt auf sie, die erfolgreiche Zeit des FC Carl Zeiss.

Uwe Dern, eine der guten Seelen des Fußballklubs, bringt eine seiner Schautafeln aus dem FCC-Fundus an der Wand an. „Es geht immer fünfzig Jahre zurück“, sagt er und zeigt auf das Schwarz-Weiß-Bild von 1970. 50 Jahre her. Der FC Carl Zeiss hatte unter Trainer Georg Buschner die Meisterschaft gefeiert. „Ich kenne keine Mannschaft, die mit nur 16 Gegentoren Meister geworden ist.“ Uwe Dern weiß scheinbar alles, was den FC Carl Zeiss betrifft. Dass Karl Schnieke 1952 in Bukarest das erste Länderspieltor für die DDR schoss, dass Konrad Weise 1970 in Jena im Länderspiel gegen den Irak kurz vor dem Ende eingewechselt wurde und das 5:0 schoss, zu diesem Zeitpunkt noch nicht ein Oberligaspiel für Jena gespielt hatte - Uwe Dern hat alles parat. Dass der Jenenser den Weg zum FCC fand, das lag nahe.

Von seinem Vater Paul hat er nicht nur den Spitznamen „Paule“ übernommen, als Assistenz- und Fitnesstrainer der Jenaer war Fußball und der FC Carl Zeiss zu Hause ein Thema. Und zu dieser Zeit trainierten in Jena Weltklasseathleten, zum Beispiel in der Leichtathletik und im Ringen. „Das hat mich geprägt.“ Sein Vater hängte ihm zwei Ringer-Puppen ins Zimmer, um sein Zweikampfverhalten zu schulen.

Ein großer Fußballer ist Uwe Dern nicht geworden, er spielte beim FC Carl Zeiss Jena II in der DDR-Liga. Sein Meisterstück legte er zum Abschluss seines DHfK-Studiums vor. Der Diplom-Sportlehrer stellte eine Dokumentation der Geschichte des 1903 gegründeten Jenaer Fußballvereins vor. Die Schautafeln und Erinnerungsstücke wurden am 18. Januar 1985 im Stadion als „1. Fußball-Traditionskabinett der DDR“ eröffnet.

Dern kümmert sich um Auswärtspartien der Jenaer

Uwe Dern war nicht dabei, er lag im Waldkrankenhaus Bad Düben - Knie-Op. Das war das Ende als aktiver Fußballer, und der Anfang seiner beruflichen Laufbahn als FCC-Nachwuchstrainer. Die Wende brachte den nächsten Einschnitt.

Arbeitslosigkeit, dann eine ABM-Stelle für ein Fanprojekt beim FC Carl Zeiss. Zehn Jahre später kam das Angebot, als Mannschaftsleiter anzufangen. Und seit 2000 ist er auch so etwas wie der „Reiseleiter“, kümmert sich um die Auswärtspartien der Jenaer von Kiel bis Freiburg. 1200 Spiele sind zusammen gekommen. 1200 Mal auf Achse. Da muss die Familie mitspielen und das tut sie. Heute lädt er die Mannschaft, die Trainer, den Betreuerstab und die Platzarbeiter zu seinem „60.“ zum Mittagessen ein und freut sich, dass ein Traditionskabinett im Stadion bald wieder einen festen Platz findet.

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