Paulas Welt: Der Gemüts-Mops und der Dobermann

Paula von der Eulenburg schreibt über ihre Einblicke in das menschliche Leben.

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Mein Name ist Paula von der Eulenburg. Und als Redaktionsmops in der Stadt der Weimaraner muss ich mich natürlich schon aus Gründen der Neugier immer darüber informieren, was die Nachrichten-Agenturen unter dem Stichwort Hund verbreiten. Eine ganze Menge, kann ich Ihnen sagen.

Da finden sich natürlich viele Polizeimeldung der Art „Hund beißt Mann“. Das ist zum Teil richtig schlimm, was da steht. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass in aller Regel bei diesen Attacken Hundehalter mit im Spiel sind, die ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. Manchmal geht es auch um Menschen, die ihren Hund unter unwürdigsten Umständen halten. Da wünsche ich mir klammheimlich, dieser Hund hätte noch schnell zugebissen, ehe er aus seiner bitteren Lage befreit wurde.

Übrigens: Die Meldung „Mops beißt“ gibt es eigentlich nie. Und das liegt nicht nur an der typischen Mopsschnauze. Ja, ich habe eine Schnauze, wenn auch eine kurze. Nein, der Mops beißt auch deshalb nicht, weil er im Grunde das ist, was die Zweibeiner als „Gemütsmenschen“ bezeichnen würden. Wir Gemüts-Möpse kuscheln gern, wir lieben die Gemütlichkeit. Und wenn wir raus dürfen, dann sind wir nicht auf Krawall gebürstet. Klar, mal einen anderen Hund anbellen, das macht der Mops gerne - und ich schließe mich da ein. Bin halt bisweilen eine kleine Kläfferin. Aber ich bin so friedlich, dass man mich überall ohne Probleme mitnehmen kann. Kinder und betagte Menschen mögen mich deswegen ganz besonders gern - und ich mag sie.

Hunde sind auch bei Promis beliebt: US-Schauspielerin Eva Mendes und ihr Partner, der kanadische Schauspieler Ryan Gosling, haben jetzt bekannt gegeben, dass ein kleiner Dobermann bei ihnen eingezogen ist. Der Welpe trägt den Namen Lucho. „Er ist das neueste Mitglied unserer Familie“, schreiben sie. Dobermänner sind ja im Grunde Thüringer: Die Zucht ging einst von Apolda aus. Ob die Schauspieler das wissen? Sie könnten mit ihrem Tier, das sie über eine Rettungsagentur bekommen haben, ja mal auf Reisen gehen: zum Ursprung der Dobermänner. Ich biete mich schon jetzt als Touristenführerin an. Schließlich kenne ich mich aus und weiß, dass Hunde in manchem Hotel wohlgelitten sind.

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