Unter uns gesagt: Ausgeblendete Risiken

Gerlinde Sommer über eine Untersuchung zur Langzeit-Einnahme der Antibabypille.

Gerlinde Sommer

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Foto: Andreas Wetzel

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Es liegt schon mehr als ein Jahrzehnt zurück, als meiner Mutter als eifriger Leserin von Todesanzeigen auffiel, dass häufig unter den Toten junge Frauen, oft Mütter kleiner Kinder, waren. Frauen zwischen Ende 20 und Mitte 40. Sie mutmaßte damals, das könne an der Pille liegen, die die Frauen im Zusammenhang mit der Familienplanung genommen hatten. Inzwischen scheint klar, dass Empfängnisverhütung – mit bestimmten Antibabypillen – der Gesundheit deutlich weniger zuträglich war (und wohl noch ist), als dies jungen Frauen verdeutlicht wurde. Die Pille gilt weiterhin bei den meisten Frauen als das erste Mittel der Wahl: einfach einnehmen. Das scheint so sicher, dass nach einer Alternative oft gar nicht gefragt wird. Vor allem dann, wenn die Pille zur Empfängnisverhütung auch noch Zusatznutzen haben soll: schöne Haut etwa.

Nun las ich von einer Untersuchung einer Studentin im Bereich Pharmamanagement und -technologie, die sich mit der Frage befasste, ob die Langzeit-Einnahme der Pille und das vermehrte Auftreten der sekundären Form der Laktose-Intoleranz in Zusammenhang stehen. Die ausgewertete Befragung Hunderter Frauen, die in eine Bachelorarbeit Eingang fand, deutet sehr stark darauf hin.

Die Studentin kommt zu dem Schluss, dass eine weitere Studie mit medizinischem Hintergrund nötig sei. Mindestens als mögliche Nebenwirkung sollte in einem nächsten Schritt auf die Milchzucker-Unverträglichkeit hingewiesen werden.

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