Unter uns gesagt: Clever oder intelligent?

Gerlinde Sommer über ein Missverständnis.

Gerlinde Sommer

Gerlinde Sommer

Foto: MGT

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Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Lange dachte ich, das Wort Qualität steht für qualitativ hochwertig. Und deshalb fremdelte ich jedes Mal, wenn ich etwa in einer Pressemitteilung las, es sei eine ‚neue Stufe der Qualität‘ erreicht worden – und damit beispielsweise ausgedrückt werden sollte, dass etwa die Zahl der Wohnungseinbrüche gewachsen sei. Kurzum: Ich musste erst lernen, dass Qualität so etwas ähnliches wie ein Maß und damit vergleichbar ist mit Längen- und Hohlmaßen, also etwa Meter oder Kilogramm . . .

Nun ja. Ich komme deshalb auf dieses Thema zu sprechen, weil jetzt immer alle meinen, dass künstliche Intelligenz automatisch bedeute, dass es sich um besonders hochstehende und kreative, dem Menschen dienliche und der Gesellschaft förderlich Unterstützung handle. Schöne neue Welt eben. Aber: In diesem Zusammenhang irritiert dann doch nachhaltig, dass jetzt in München an der TU ein Institut für künstliche Intelligenz und Ethik eröffnet wurde. Der Finanzier heißt Facebook. Ist das jetzt eine intelligente Lösung? Es ist jedenfalls ganz schön clever . . .

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